Daimler: Autonomes Fahren dauert noch

Langer Zeitplan

Daimler: Autonomes Fahren dauert noch

Offene rechtliche und ethische Fragen verzögern Einführung der Technik.

Technisch möglich - rechtlich unklar: Daimler ( Mercedes / Smart ) rechnet mit einem weiten Weg, um einen ethischen und gesetzlichen Rahmen für komplett automatisierte Autos zu schaffen. "Wir werden in drei bis fünf Jahren kein Regelwerk haben, das autonomes Fahren in Gänze erlaubt", sagte die für Recht und Integrität zuständige Vorstandsfrau Christine Hohmann-Dennhardt.

Denn obwohl Daimler mit den neuen Technologien vor allem Unfälle aufgrund von menschlichem Versagen verhindern will, muss die Software in einem Fahrzeug ständig Entscheidungen treffen - im Extremfall womöglich sogar solche über Leben und Tod.

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Autos fehlt Spontanität bei Entscheidungen
Während ein Fahrer in Gefahrensituationen spontan entscheidet, werden die Grundlagen für eine Auto-Entscheidung schon lange vorher durch die Programmierer gelegt. Und die müssten Klarheit darüber haben, nach welchen Maßstäben die Software in einem theoretischen Fall vorgehen soll, so Hohmann-Dennhardt. Ein mögliches Konzept ist die Schadensminderung - also ein Vorgehen, nach dem sich das Fahrzeug für den geringsten insgesamt auftretenden Schaden entscheidet. Doch schon solche vermeintlich logischen Grundlagen werfen sofort tiefgreifende ethische Fragen auf. Zum Beispiel, ob und wie ein Programm abwägen kann, welche Verkehrsteilnehmer stärker zu schützen sind. Da gebe es Fälle, "an denen man lange diskutieren sollte", sagte die frühere Richterin am Bundesverfassungsgericht.

>>>Nachlesen: Daimler will autonome Autos testen

Diashow: Fotos vom Mercedes F 015 Luxury in Motion

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S-Klasse der Zukunft
S-Klasse der Zukunft

Der deutsche Autokonzern Daimler hat auf der Technikmesse CES in der US-Stadt Las Vegas seine Vision für ein selbstfahrendes Auto der Zukunft vorgestellt.

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S-Klasse der Zukunft
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Der silberne Prototyp fuhr selbständig nach einer Tour durch die Wüste und die Stadt auf die Bühne. Eine zentrale Idee des Forschungsfahrzeugs ist ein kontinuierlicher...

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S-Klasse der Zukunft
S-Klasse der Zukunft

...Informationsaustausch zwischen Fahrzeug, Passagieren und Außenwelt. Ein kleiner Schwarm leuchtender LEDs kann sich im Einklang mit dem Fußgänger über den Kühlergrill bewegen.

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S-Klasse der Zukunft
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Mit einer ähnlichen Anordnung roter LED-Lichter am Heck kann auch dem Fahrzeug dahinter angezeigt werden, dass es vor der Motorhaube gerade Bewegung gibt.

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S-Klasse der Zukunft
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Für den bequemen Aus- oder Einstieg drehen sich die Sitze elektrisch angetrieben um jeweils 30 Grad nach außen, sobald die gegenläufigen Türen geöffnet werden.

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Das Design des 5,22 m langen, über 2 m breiten und 1,53 m hohen "Monolits" dürfte Traditionalisten etwas schockieren.

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S-Klasse der Zukunft
S-Klasse der Zukunft

Dreh- und Angelpunkt des innovativen Interieur-Konzepts des F 015 ist das variable Sitz-System mit vier drehbaren Lounge-Chairs, das eine Vis-à-Vis-Konstellation der Sitze ermöglicht.

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S-Klasse der Zukunft
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Alle vier Passagiere können die Zeit im Fahrzeug zum Arbeiten, Entspannen oder Kommunizieren nutzen.

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S-Klasse der Zukunft
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Für den Informationsaustausch gibt es sechs rundum installierte, in die Armaturentafel sowie die Rück- und Seitenwände integrierte Displays.

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S-Klasse der Zukunft
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Die Passagiere können über Gesten, Eye-Tracking oder Berührung der hochauflösenden Bildschirme intuitiv mit dem vernetzten Fahrzeug interagieren.

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S-Klasse der Zukunft
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Der außergewöhnlich großzügige Radstand von 3.610 Millimetern zeigt, dass ein maximales Platzangebot für die Passagiere im Fokus der Entwicklung stand.