Daimler testet begrünten Smart

Gras statt Lack

Daimler testet begrünten Smart

Bei Erfolg könnten tausende Autos mit Pflanzen besetzt werden.

Nie wieder Angst vor Lackschäden: Mit einem rundum bepflanzten Auto will die Daimler-Tochter Moovel mehr Grün in den Straßenverkehr bringen. Das Projekt "Green Skin" werde zunächst vier Wochen lang getestet und bei Erfolg ausgeweitet, sagte ein Moovel-Sprecher am Montag.

Für den Test werden demnach das Dach, die Seiten sowie Front und Heck eines Smart fortwo mit einem Teppich aus Sedum-Sukkulenten, besser bekannt als Fetthennen, begrünt und im Großraum Stuttgart auf den Weg geschickt.

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Bei Erfolg, wird die gesamte Flotte begrünt
Der Test soll laut Moovel bis Mitte Dezember laufen und Aufschluss über die Widerstandsfähigkeit der Bepflanzung während des regulären Fahrbetriebes sowie über die Wirkung in der Öffentlichkeit geben. Sollte der Probelauf zufriedenstellend ausfallen, könnten ab dem kommenden Jahr mögliche Kunden für das Projekt angesprochen werden. Laut der Branchenzeitung "Automobilwoche", die zuerst über das Projekt berichtet hatte, könnte so vielleicht bald die rund 14.000 Autos umfassende Flotte von Daimlers Carsharing-Dienst car2go mit der Pflanzenhülle ausgestattet werden.

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Vorteile für die Umwelt
Laut Moovel, das in einer App Informationen über verschiedene Transportmöglichkeiten wie Mietautos, Nahverkehr oder Leihfahrräder bündelt, könnten durch die begrünten Teile eines Smart jährlich rund sieben Kilogramm CO2 gebunden werden. Außerdem könne die lebendige Außenhaut des Autos dazu beitragen, die stärkere Hitzeentwicklung in Ballungsräumen abzuschwächen. Wirtschaftliche Aspekte spielten bei dem Projekt eine untergeordnete Rolle, sagte der Moovel-Sprecher. Es gehe darum, eine Diskussion über die Umweltverträglichkeit von Mobilität anzuregen und außerdem das Stadtbild durch die Begrünung bisher ungenützter Flächen zu verschönern.

Diashow: Fotos vom neuen Smart fortwo Cabrio 2016

Optisch ist das neue Smart Cabrio (Länge/Breite/Höhe: 2,69/1,66/1,55 m) auf den ersten Blick als Mitglied der neuen Smart-Generation zu erkennen.

Ausschlaggebend dafür sind die typische Silhouette mit den ultrakurzen Überhängen und die seit der ersten Generation bewährte „tridion“-Sicherheitszelle.

Doch Dreh- und Angelpunkt ist beim Newcomer ohnehin das Verdeck: Auf...

...Knopfdruck verwandelt sich das neue Smart Cabrio vom geschlossenen Zweisitzer zu einem Auto mit großem Faltschiebedach bis hin zum Cabriolet mit komplett geöffnetem Verdeck.

Für Letzteres müssen jedoch die in der gewählten tridion-Farbe lackierten Dachholme manuell entfernt werden.

Diese können dann platzsparend in der nach unten aufschwingenden Heckklappe verstaut werden.

Mit dem Grill im Bienenwaben-Design und den rundlichen Frontscheinwerfern ist auch das Gesicht eindeutig Smart.

Die B-Säule ist beim Cabrio jedoch etwas schmaler als bei den geschlossenen Varianten.

Das durchaus gelungene Interieur des fortwo Cabrio entspricht 1:1 dem der geschlossenen Varianten

Bei der Ausstattung sind neben den drei Linien passion, prime und proxy auch die Neuerungen der jüngsten Modellpflege wie die Smartphone-Integration per MirrorLink verfügbar.