Das war Piechs letzter Ratschlag für VW

Eindringlicher Appell

Das war Piechs letzter Ratschlag für VW

Kurz nach dem Ausstieg als Großaktionär gab der "Patriarch" dem Konzern noch einen Tipp.

Sein Leben war das Auto - doch in seinen letzten Lebensjahren hatte sich  Ferdinand Piech  immer weiter von der Branche entfernt. 2017 verkaufte er einen Großteil seiner Stammaktien an Volkswagen, dem Konzern, den er als Konzern- und dann Aufsichtsratschef geprägt hatte wie kein anderer. Im Alter von 82 Jahren starb Piech am Sonntag - "plötzlich und unerwartet", wie seine Frau Ursula mitteilte.

Piechs letzter Ratschlag für VW

Unmittelbar nach seinem fast vollständigen Ausstieg als Großaktionär gab der damals 79-jährige Ferdinand Piech VW noch einen letzten Ratschlag. Dabei machte er den Konzern auf die große Bedeutung der Kunden aufmerksam. "Bitte vergessen Sie die Kunden nicht, sie sind für die Existenz des Unternehmens am wichtigsten", richtete er damals dem Autobauer in einem Interview mit der "Automobilwoche" aus.

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Rückzug

Piech hatte im März 2017 seine knapp 15-prozentige Beteiligung an der Holding Porsche SE, die mit rund 52 Prozent Volkswagen als Großaktionär kontrolliert, an seinen Bruder Hans Michel verkauft. Der Aufsichtsratsposten war das letzte verbliebene Mandat, nachdem Piech sich wegen des  Krachs um den früheren VW-Chef Martin Winterkorn  im Jahr 2015 aus allen anderen Kontrollgremien des Konzerns zurückgezogen hatte.

Seine 5 wichtigsten Fahrzeug-Entscheidungen

Der Österreicher führte von 1993 bis 2002 den VW-Konzern als Vorstandschef und leitete dann den Aufsichtsrat bis zu seinem Rückzug im April 2015. Von dem Fachblatt zu seinen wichtigsten Managemententscheidungen befragt, zählte Piech in dem 2017 veröffentlichten Interview folgende fünf Fahrzeuge auf: "Porsche 917, Audi Quattro, VW Phaeton, Bugatti  Chiron , VW XL 1." Die beiden letzteren markieren das breite Spektrum des Konzerns: vom 1.500 PS starken Supersportwagen bis zu dem nur in einer Kleinserie gebauten 1-Liter-Auto XL1.