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Elektrische Mobilität

Forschungsmittel werden aufgestockt

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) setzt in Zukunft voll auf die Forschung im Bereich elektrischer Mobilität. Bis 2010 wird die Forschungsförderung um 50 Prozent erhöht.

Förderung gegen die Krise
Maßgeschneiderte Förderungen sollen Österreichs Autobranche bei der Bewältigung der Struktur- und Finanzkrise helfen. Insgesamt erhöht das BMVIT die Fördersumme in den Jahren 2009 und 2010 um 20 Millionen Euro (auf 60 Millionen Euro). Laut der Infrastrukturministerin (Bures) werden davon 18 Millionen Euro in die "Leuchtturminitiative E-Mobilität" fließen, die für die Förderung von Gesamtsystemen im Bereich elektrischer Antriebssysteme zuständig ist.

Autoindustrie ist eine Schlüsselbranche
In Österreich gehört die Automobilindustrie mit rund 700 Betrieben und 175.000 Beschäftigten zu den Schlüsselbranchen. Durch die Aufstockung der Fördermittel sollen  bis 2010 "rasch und gezielt" Impulse gesetzt werden. Die zusätzlichen Mittel sind laut Bures notwendig um für die Zeit nach der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation gewappnet zu sein. Man muss jetzt in innovative Technologien und den notwendigen Strukturwandel investieren. Deshalb will die Regierung einen strategischen Schwerpunkt im Bereich alternativer und elektrischer Antriebssysteme setzen.

Projekte der Initiative
Die Projekte selbst sollen die tägliche Anwendbarkeit dieser Technologien in Österreich beweisen. Dabei beinhaltet der geförderte Schwerpunkt "elektrischer Antriebsstrang" mehr als den reinen elektrischen Antrieb. Dazu zählen auch Hybridformen des E-Antriebsstranges in Kombination mit hocheffizienten und optimierten Verbrennungskraftmaschinen und erneuerbaren Treibstoffen.

Ministerin bei AVL in Graz
Die Aufstockung der finanziellen Mittel wurde von Bures im Rahmen des Besuchs bei der Grazer AVL List GmbH verkündet. Dabei stellte der AVL-Geschäftsführer Helmut List u.a. den neuen "Pure Range Extender" vor - eine Kombination aus einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor, bei dem der Elektromotor die Hauptarbeit übernimmt. Der kompakte Wankel-Verbrennungsmotor wird mit einem kleinen Generator kombiniert, der bei Bedarf Strom erzeugt. Diese Technik könnte laut dem Geschäftsführer die Reichweite von Autos mit Elektroantrieb um das Drei- bis Vierfache erhöhen. Zudem ermöglicht dieses System das Gewicht des Batteriepakets um zwei Drittel zu verringern, was sich ebenfalls positiv auf die Kosten auswirke.