Engpässe bei Winterreifen drohen

Preisanstieg um bis zu 10 %

Engpässe bei Winterreifen drohen

Schätzungsweise jeder vierte Autofahrer kauft heuer neue Winterreifen.

Heute in 14 Tagen ist es wieder so weit: Ab 1. November gilt in ganz Österreich wieder die Winterreifenpflicht. Heißt: Bei winterlichen Fahrverhältnissen - also Schnee, Eis und Matsch auf der Fahrbahn - müssen spezielle Reifen am Auto montiert sein. Ist das nicht der Fall und werden andere gefährdet, drohen sogar Strafen von bis zu 5.000 Euro.

Großer Ansturm
Kein Wunder also, dass derzeit schon Zehntausende Autoreifen täglich gewechselt werden. Allerdings: "Heuer kann es zu Engpässen kommen", warnt Profi-Chef Karl-Heinz Wörle im Gespräch mit ÖSTERREICH. Das sind die Gründe für die Verknappung :

  • Der Reifenkauf folgt bestimmten Zyklen. So wurde 2008 in Österreich die Winterreifenpflicht eingeführt, Experte Wörle schätzt, dass ein Satz rund vier Jahre hält, das bedeutet: Heuer werden überproportional viele Autofahrer neue Reifen brauchen. Schätzungsweise jeder vierte Lenker kauft heuer neu, in Zahlen sind das 4,1 Millionen Reifen.
  • Während der letzten Wirtschaftskrise haben viele Hersteller ihre Produktionskapazitäten massiv heruntergefahren, diese nach der Krise aber nicht wieder aufgestockt. Der erhöhten Nachfrage können nun einige nicht nachkommen. Viele Kunden werden daher heuer auf andere Marken und Reifentypen zurückgreifen müssen.

Preiserhöhungen
Fest steht auch: Aufgrund des vergleichsweise geringen Angebots und der erhöhten Nachfrage werden die Preise heuer steigen. "Wir rechnen mit einem Anstieg zwischen neun und zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr", erklärt Profi-Chef Karl-Heinz Wörle. Gleichzeitig lassen die erhöhten Rohstoffkosten die Preise noch einmal in die Höhe schnellen.

Tipps
Renate Okermüller vom Verband der Reifenspezialisten Österreichs empfiehlt daher: So schnell wie möglich den Winterwunschreifen vorbestellen und ganz bald beim Fachhändler einen Umstecktermin machen. (müd)