BMW und Ford tun sich für "Wunder-Akku" zusammen

Feststoffbatterie für E-Autos

BMW und Ford tun sich für "Wunder-Akku" zusammen

Gemeinschaftsprojekt soll für raschen Durchbruch bei Feststoffbatterien für E-Autos sorgen.

Wie berichtet, will  BMW  bereits im Jahr 2025 einen ersten  Prototypen mit Feststoffbatterie auf die Straße bringen . Spätestens 2030 sollen die ersten Serien-Elektroautos mit der neuen Akku-Technologie ausgestattet werden. Damit diese ambitionierten Ziele auch erreicht werden können, tut sich der deutsche Premiumhersteller jetzt mit  Ford  zusammen. Die beiden Autobauer beteiligen sich zusammen mit einem Investor an dem Feststoffbatterie-Spezialisten Solid Power. Mit dem Investment der drei Firmen von insgesamt 130 Millionen Dollar könne Solid Power die Produktion ausbauen, sagte Peter Lamp, bei BMW zuständig für das Batteriegeschäft.

Solid Power äußerte sich nicht dazu, wie hoch das Startup nach der Investitionsrunde bewertet werde, an der sich auch die Investmentgesellschaft Volta Energy Technologies beteiligt hat. "BMW und Ford nehmen damit führende Positionen im Rennen um Elektrofahrzeuge ein, die von Feststoffbatterien angetrieben werden", sagte Doug Campbell, Chef und Mitbegründer von Solid Power.

Vorteile von Feststoffbatterien

Feststoffbatterien gelten in der Autobranche als Zukunftstechnologie. Sie enthalten keine Flüssigkeiten wie herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien, sondern feste Elektrolyte. Zu den Vorteilen gehört neben einer höheren Energiedichte auch ein geringeres Gewicht, eine deutlich schnellere Ladegeschwindigkeit sowie ein geringere Brennbarkeit. Solid Power zufolge können die Batterien eineinhalb mal so viel Energie speichern wie herkömmliche Akkus. Allerdings ist die Technologie auch teurer, zudem liegen bisher nur wenige Erfahrungen aus dem Praxiseinsatz vor.

Im folgendem Video zeigt BMW die Entwicklung von Feststoffbatterien:


 

BMW und Ford mit E-Offensive

Solid Power wurde 2012 als Ausgliederung der Universität von Colorado in Boulder gegründet und arbeitet seit 2016 mit BMW zusammen. Der Münchner Autohersteller strebt an, die Zahl seiner Elektromodelle bis zum Jahresende auf fünf zu steigern, bis 2023 sollen in allen Autosegmenten Elektromodelle angeboten werden. Zu den diesjährigen Highlights zählen der  i4  und der  iX . Ford bringt wiederum gerade den  Mustang Mach-E  an den Start und will in Europa  ab 2030 nur noch reine Elektroautos verkaufen .

Auch VW arbeitet an der Technologie 

Auch  Volkswagen  arbeitet bei  Feststoffbatterien mit einem Startup zusammen . QuantumScape strebt eine Markteinführung seiner Batterien 2024 an. Die Firma ist im vergangenen Jahr in eine leere Unternehmenshülle geschlüpft und auf diese Weise an die Börse gegangen. Ob auch sein Unternehmen diesen Weg an die Börse nehmen könnte, wollte Solid-Power-Chef Campbell nicht sagen.