Gutes Zeugnis für Hightech-Scheinwerfer

Intelligente Lichtsysteme

Gutes Zeugnis für Hightech-Scheinwerfer

Laut Experten sorgt die moderne Technik tatsächlich für mehr Sicherheit.

Fahrten bei Dunkelheit bzw. künstlicher Beleuchtung machen nur rund 20 Prozent des Verkehrsaufkommens aus. Gleichzeitig verunglückten bei diesen Sichtbedingungen 2016 jedoch 31 Prozent aller im Straßenverkehr getöteten Personen. Besonders dramatisch: Mehr als die Hälfte der bei Verkehrsunfällen getöteten Fußgänger kam bei Dunkelheit bzw. künstlicher Beleuchtung ums Leben. "Gute Sicht bei Dunkelheit ist also kein reines Komfortthema, sondern erhöht die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, besonders aber die der ungeschützten Fußgänger. Der Mobilitätsclub hat sich daher den aktuellen Stand bei intelligenten Lichtsystemen genau angesehen", erklärt  ÖAMTC -Techniker Steffan Kerbl.

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Intelligente Scheinwerfer

Seit die Elektronik großflächig in die Fahrzeuge Einzug gehalten hat, sind auch die Lichtsysteme "intelligent" geworden. Im einfachsten Fall bedeutet das: Automatisches Ein- und Ausschalten des Abblendlichts mittels Lichtsensor. "Doch die Technik ist heute schon viel weiter", weiß Kerbl. So fließen mittlerweile auch die Informationen fahrzeugeigener Sensoren und Kartendaten des Navigationssystems in die Lichtsteuerung ein. Ein entsprechend ausgestattetes Auto kann beispielsweise selbständig auf starke Kurven oder einen Kreisverkehr reagieren. Dabei wird das Licht der Scheinwerfer breiter gefächert, um die seitliche Sicht auf Begrenzungen zu verbessern.

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Anwendungsfälle

Generell sind die Anwendungsfälle sehr unterschiedlich – und damit auch die Anforderungen an die Systeme. "So gibt es für den Stadtverkehr mit dem Abbiegelicht, das hilft, Fußgänger besser zu erkennen, eine sinnvolle Ergänzung zum normalen Abblendlicht", fasst Kerbl zusammen. Ganz anders der Anspruch bei Überlandfahrten mit relativ hohen Geschwindigkeiten: Das Kurvenlicht schwenkt den Scheinwerfer in dunkle Ecken, der Fernlichtassistent sorgt durch automatisches Aufblenden für bestmögliche Helligkeit. Modernste Matrix- oder Multibeam-LED-Scheinwerfer blenden gar nicht mehr ab. Sie verdunkeln bei Gegenverkehr nur jenen Bereich, der den anderen Fahrer blenden würde. Ansonsten bleibt das Fernlicht aufrecht (siehe Storybild).

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Gefahren können frühzeitig erkannt werden

Die genannten Systeme helfen dem Lenker, Gefahren frühzeitig zu erkennen und damit, Unfallrisiken zu verringern. "Klar sein muss aber auch, dass letztlich immer der Fahrer selbst für Funktionen und Sicherheit des Autos verantwortlich ist. Er muss jederzeit in der Lage sein, die Automatik zu deaktivieren und damit 'Erkennungsfehler' zu beheben – beispielsweise wenn die Lichtautomatik am Tag bei Nebel nicht das Abblendlicht mit Schlussleuchte zuschaltet", hält der ÖAMTC-Experte fest.

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