Hitzewelle sorgte für Pannen-Rekord

2.378 Einsätze pro Tag

Hitzewelle sorgte für Pannen-Rekord

Spitzenreiter war Wien vor Niederösterreich und Oberösterreich.

Die ÖAMTC-Pannenhilfe blickt auf einen einsatzreichen Sommer zurück. 190.000 Mal sind die Helfer in der Ferienzeit von Anfang Juni bis 6. September österreichweit ausgerückt. "Das entspricht durchschnittlich mehr als 1.930 Einsätzen täglich", berichtete Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. Zur Zeit der extremen Hitzewelle Anfang August waren es sogar bis zu 2.378 Einsätze am Tag.

Viele Batterien hielten Hitze nicht Stand
Grund dafür waren in rund einem Drittel der Fälle kaputte Batterien, die den andauernden, heißen Temperaturen nicht standgehalten haben. Insgesamt waren die Einsatzgründe vielfältig: Starthilfe geben, Batterien auswechseln, kollabierende Kühlsysteme, irrtümlich verschlossene Autos öffnen und Kinder retten, falsche Tankfüllungen absaugen, Tiere aus Motorräumen befreien usw.. Spitzenreiter war Wien mit 41.000 Einsätzen, gefolgt von Niederösterreich mit 35.000 und Oberösterreich mit 29.000 Einsätzen. In Vorarlberg und dem Burgenland mussten die Pannenhelfer jeweils 6.000 Mal ausrücken.

Probleme im Kolonnenverkehr
In der Reisezeit kam es auf Transitstrecken vermehrt zu Hilferufen - besonders an den Wochenenden. Im Kolonnenverkehr streikten häufig Fahrzeuge, viele Menschen ließen auch im Stau die Klimaanlage durchgehend laufen, das Licht brennen und das Radio spielen. "Für ältere Batterien kann das zu viel sein", erklärte der Leiter der Pannenhilfe. Die Wartezeit auf das Eintreffen der Mitarbeiter liegt im Schnitt bei 30 Minuten. "Die für das Flottmachen des Fahrzeuges notwendige Zeit liegt im Schnitt bei 18 Minuten - je nach Art der Panne", sagte Samek. Wenn gar nichts mehr ging, musste der Abschleppdienst des ÖAMTC ausrücken. Im Sommer 2015 war das 67.000 Mal der Fall.

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