Bild: Lexus

Japan

Hybird-Autos sind gefährlich

Aufgrund ihrer Geräuscharmut kommen Hybrid-Fahrzeuge in Japan immer mehr in die Kritik. Viele Menschen schätzen sie als gefährlich ein.

Die vergleichsweise klimafreundlichen Hybridautos müssen in Japan vielleicht lauter werden.
Laut einem Sprecher des Verkehrsministeriums schätzen Autofahrer und Sehbehinderte die in dem asiatischen Land besonders erfolgreichen Autos als gefährlich ein. Hybridautos fahren ja vor allem im Stadtverkehr mit einem Elektromotor, der kaum Geräusche macht. Denn bei den Voll-Hybriden (Toyota, Lexus, Mercedes ML in den USA) schaltet sich der Benzinmotor erst bei höheren Geschwindigkeiten ab rund 50 km/h zu.
 

Sehbehinderte können die Stromer kaum wahrnehmen
"Blinde Menschen sind auf Geräusche angewiesen, wenn sie laufen. Hybridwagen haben aber kein Motorengeräusch beim langsamen Fahren", sagte der Sprecher. Das Ministerium setzte daher eine Expertenkommission ein, die über mögliche Lösungen diskutieren soll. Denkbar sei etwa, dass Hybridautos im Elektromodus künftig ein Geräusch machen müssen. "Auf der anderen Seite müssen wir an die Anwohner von Straßen denken, da Hybridwagen den Lärm deutlich verringern", gab der Ministeriumssprecher zu bedenken. 


Prius erweist sich als Verkaufsschlager
Die mittlerweile dritte Version des Prius (wir berichteten ausführlich) kam in Japan im Mai auf den Markt und mittlerweile liegen bereits 200.000 Bestellungen vor. Auch andere japanische Autobauer setzen auf die Technik. Honda liefert bereits ein Serienmodell. Daimler brachte vergangene Woche als erster deutscher Autobauer ein Hybridauto auf den Markt.