Magna baut neuen BMW 5er in Graz

Ab Anfang 2017

Magna baut neuen BMW 5er in Graz

Genaues Volumen noch offen - Teilung der Produktion zwischen Dingolfing und Graz

Magna Steyr baut ab Anfang 2017 für BMW Autos der neuen 5er Serie. Diese feiert Mitte Oktober Weltpremiere, verfügt als erstes Modell der Marke über Remote View 3D . Auch in Österreich sind schon seit einigen Wochen getarnte Prototypen des neuen 5er auf Testfahrten unterwegs (Diashow unten). Nach 6-jähriger Pause werden damit erstmals wieder in Graz BMW-Modelle vom Band laufen, bestätigte BMW-Produktionsvorstand Oliver Zipse in der "Kleine Zeitung". Graz werde neben Dingolfing der zweite Standort für die Produktion. Der Vertrag mit Magna zum Bau der 5er Limousine laufe den gesamten Zyklus.

Ob auch die Neuauflage des Sportwagens Z4 in Graz gebaut wird, wollte Zipse nicht kommentieren: "Es stimmt, dass BMW zusammen mit Toyota an der Entwicklung einer gemeinsamen Plattform für einen mittelgroßen Sportwagen arbeitet - bei den Japanern handelt es sich dabei um eine Neuauflage der Supra. Wann und wo er gebaut wird, verraten wir noch nicht." Pläne für den Bau eines E-Autos in Graz gebe es nicht.

Flexibilität als Trumpf

BMW hofft durch die Auslagerung der Fertigung an Magna Steyr auf hohe Flexibilität. Über geplante Stückzahlen wollte Zipse nicht sprechen, da diese von der Nachfrage abhängen, aber es gebe eine feste Produktionsverteilung zwischen Dingolfing und Graz, wobei in Dingolfing von der 5er Limousine "etwas mehr Einheiten" produziert werden. "Ich bin mir sicher, dass der neue 5er ein großer Erfolg wird und Magna hohe Volumen fertigen wird", verspricht Zipse. Auch startet die Produktion dort Ende 2016 und damit etwas früher.

Im BMW-Werk in Niederbayern würden jährlich rund 350.000 Fahrzeuge hergestellt, aber die erwarteten Stückzahlen könne der Standort nicht mehr alleine stemmen. Bezüglich Entwicklung werde Magna "bei einigen Teilumfängen als Partner eingebunden sein".

Langfristige Partnerschaft

BMW sieht "Magna Steyr definitiv langfristig als einen strategischen Partner", so Zipse in der "Kleine Zeitung". Es sei für BMW auch kein Problem, dass dort auch Fahrzeuge der Konkurrenz gebaut werden.

>>>Nachlesen: BMW 5er Erlkönig auf der A1 erwischt

Diashow: BMW 5er Erlkönig (2017) in Linz

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

Der aktuelle 5er kommt bei den Kunden hervorragend an, weshalb das Design nur behutsam weiterentwickelt wird. Er wird sich etwas stärker am neuen 7er orientieren.

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

Der markentypische "Hofmeisterknick" im hinteren Seitenfenster darf natürlich auch bei der neuen Generation nicht fehlen.

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

Am Heck stechen vor allem die völlig neu gestalteten LED-Rückleuchten mit der markanten Grafik ins Auge.

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

Die Silhouette weist eine noch stärkere Coupéform auf, soll den Passagieren aber trotzdem mehr Platz bieten.

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

In Sachen Vernetzung, Bedienung und Assistenzsysteme kann der 5er aus dem Fundus des neuen 7ers schöpfen. Es wird also alles erhältlich sein, was im Automobilbau derzeit verfügbar ist.

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

Wie das Foto zeigt, verfügt der neue 5er über ein riesiges Display in der Mittelkonsole. Dieses unterstützt neben Toucheingabe auch eine weiterentwickelte Gestensteuerung.

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

Das klassische Kombiinstrument wird durch ein hochauflösendes Display ersetzt. Dieses virtuelle Cockpit dürfte aber Aufpreis kosten.

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BMW 5er Erlkönig (2017)
BMW 5er Erlkönig (2017)

Das Leistungssprektrum der Diesel-, Benzinmotoren und Plug-in-Hybrid-Varianten wird von 150 bis über 600 PS reichen. Als stärkster Benziner fungiert im M5 ein mehrfach aufgeladener V8, der Sechszylinder-Top-Diesel (550d xDrive) bringt es auf stramme 400 PS.