Mega-Probleme beim Mercedes EQC?

Erstes Elektro-SUV der Marke

Mega-Probleme beim Mercedes EQC?

Laut einem Bericht muss der Autobauer die Produktion des Elektro-SUV extrem kürzen - Konzern dementiert.

Wie steht es wirklich um die Verfügbarkeit von  Mercedes'  erstes Elektro-SUV? Daimler hat einen Medienbericht über eine Kürzung seines Absatzzieles für den  EQC  im laufenden Jahr dementiert. Die Produktionspläne für 2020 hätten sich nicht geändert, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Autobauers am Donnerstagabend. Der Pkw-Hersteller wolle in diesem Jahr rund 50.000 Fahrzeuge seines 408 PS starken Elektro-SUVs (bei uns ab 75.500 Euro) produzieren.

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Bericht über Probleme bei Batterienachschub

Das Manager Magazin hatte zuvor unter Berufung auf Insider berichtet, dass Daimler wegen Nachschubproblemen sein Absatzziel halbieren müsse. Weil Daimler nicht genug Batterien produzieren könne und der Hersteller LG Chem nicht genug Zellen liefere, habe Daimler-Chef  Ola Källenius  das Ziel von ursprünglich 50.000 bis 60.000 auf gut 30.000 Fahrzeuge gekürzt, berichtete das Magazin weiter. Im vergangenen Jahr habe Daimler 25.000 EQC verkaufen wollen, aber nur 7.000 gebaut.

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Rückruf

Die Markteinführung ist insgesamt nicht gerade gut gelaufen. Denn kurz nachdem die erste Charge (knapp 1.700 Fahrzeuge) ausgeliefert wurden, musste Mercedes alle bis dahin ausgelieferten EQC  zurückrufen . Der Elektroantrieb an der Vorderachse sorgte für Probleme. Verbaute Bolzen kamen offenbar mit dem hohen Drehmoment nicht zurecht. Und bei einem  aktuellen Vergleichstest von Reichweiten neuer Elektroautos  schnitt der EQC ebenfalls nicht sehr gut ab.

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Ohne E-Autos drohen hohe Strafzahlungen

Mit dem Nachschub an Batteriezellen kämpfen mehrere Hersteller, während ihnen die EU-Kommission mit Vorgaben zur Verringerung der CO2-Emissionen im Nacken sitzt. Wenn die Autobauer die Grenze von durchschnittlich 95 Gramm CO2 je gefahrenem Kilometer reißen, müssen sie im kommenden Jahr hohe Bußgelder zahlen. Jedes verkaufte Elektroauto hilft den Herstellern, den Durchschnittswert der Neuwagenflotte zu senken.

Berechnungen des Beratungsunternehmens PA Consulting zufolge kam Daimler im Jahr 2018 auf 130,4 Gramm und muss den Wert bis 2021 auf 103,1 Gramm senken. Anderenfalls droht dem Konzern diesen Berechnungen zufolge ein Bußgeld von 997 Millionen Euro. Für 2019 liegen noch keine entsprechenden Zahlen zum CO2-Ausstoß vor.

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