Der ganz neue Fiat Punto Evo muss nicht in die Werkstatt. Bild: Fiat

Mega-Rückruf: Fiat Punto

Fiat ruft europaweit eine halbe Million Punto zurück

Wegen eines Defekts der Steuersäule müssen in Europa mehr als ein halbe Million Grande Punto (auch Abarth) in die Werkstätten.

Der Autokonzern Fiat startet eine der größten Rückrufkampagnen seiner Geschichte. Wegen eines Defekts der Steuersäule beordert der Hersteller eine halbe Million Autos der Modelle Grande Punto und Grande Punto Abarth (Sportversion mit 155/180 PS) in die Werkstätten zurück. Betroffen sind Wagen, die zwischen 2008 und 2009 hergestellt und teils in Italien, teils in anderen Ländern Europas produziert wurden. Der Defekt sei vor wenigen Tagen vom europaweiten Alarmsystem Rapex gemeldet worden, berichteten italienische Medien am Freitag. 

Ausfall der Lenkung

Wegen des Defekts könnte es zu einem Kontrollverlust am Lenkrad kommen, was zu Unfällen führen könne. "Eine halbe Million Autos müssen kontrolliert werden. Zum Glück gab es bisher keine Unfälle, die auf die defekte Steuersäule zurückzuführen sind. Die Reparaturen werden auf Kosten Fiats durchgeführt", sagte ein Konzernsprecher.
 

Jahr der Rückrufe
Im vergangenen Jänner hatte der japanische Autobauer Toyota wegen Problemen mit Sicherheitsgurten und Abgasanlagen weltweit mehr als 1,35 Millionen Pkw zurückgerufen. Betroffen waren die Modelle Yaris, Belta und Ractis. Allein in Japan wurden 525.898 Fahrzeuge in die Werkstätten rückbeordert, die zwischen Jänner 2005 und April 2008 hergestellt worden waren. Und Ranault Nissan hat ebenfalls heute (Freitag) bekannt gegeben, dass über 600.000 Fahrzeuge in die Werkstätten müssen.

Wie viele Puntos in Österreich betroffen sind, wurde noch nicht bekannt gegeben.