Mercedes hat CO2-Ziel für Pkw in der EU geschafft

Laut Daimler-Chef Källenius

Mercedes hat CO2-Ziel für Pkw in der EU geschafft

2020 hat der deutsche Hersteller wegen Corona jedoch deutlich weniger Autos verkauft.

Mercedes  hat dank höherer Verkäufe von Elektroautos und Fahrzeugen mit Hybrid-Motoren das Klimaschutzziel in Europa erreicht. "Wir haben mit den Registrierungen die CO2-Ziele geschafft", sagte Daimler-Chef Ola Källenius bei einem Pressegespräch.
 

E-Auto-Offensive

 
So seien im vergangenen Jahr fast 160.000 elektrifizierte Fahrzeuge der Marke mit dem Stern ( EQC  und  EQV ) sowie rund 30.000 Elektro-Smarts ausgeliefert worden. Mit vier neuen E-Automodellen ( EQA, EQB, EQE und EQS ) in diesem Jahr werde sich das Absatztempo in diesem Jahr noch verstärken. Der Autobauer musste den CO2-Ausstoß wegen der verschärften EU-Klimaschutzvorgaben im vergangenen Jahr nach Schätzung von Experten von 137 Gramm je Kilometer im Flottendurchschnitt auf gut 100 Gramm senken.
 
© Daimler AG
Mercedes hat CO2-Ziel für Pkw in der EU geschafft
× Mercedes hat CO2-Ziel für Pkw in der EU geschafft
 
 
Mit Blick auf das neue Jahr ergänzte Källenius, er sei optimistisch. Im vierten Quartal habe der Wachstumstrend beim Pkw-Absatz des Vorquartals angehalten, "angetrieben von China, aber nicht nur". Im dritten Quartal hatte Mercedes-Benz den Absatz im vergangenen Jahr erstmals gesteigert um vier Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. 
 
 

Daimler verkaufte 2020 wegen Corona weniger Autos

Insgesamt kommt Daimler im Coronajahr 2020 trotz eines weiteren Absatzrekords in China und eines deutlichen Schubs zum Abschluss nicht an die Verkaufszahlen des Vorjahrs heran. Von seiner Kernmarke Mercedes-Benz brachte der deutsche Konzern weltweit rund 2,16 Millionen Fahrzeuge an die Kunden, wie er am Freitag mitteilte. Das war zwar das fünfte Jahr in Folge über der Zwei-Millionen-Marke, im Vergleich zu 2019 aber ein Minus von 7,5 Prozent. Allein in China wurden über 774.000 Mercedes verkauft - mehr als jeder dritte.
 
Die Coronakrise hatte Daimler vor allem im ersten Halbjahr schwer zugesetzt und die Absatzzahlen infolge der Schließung von Autohäusern und des Stillstands in einigen Werken zeitweise einbrechen lassen. Im zweiten Halbjahr lief es wieder besser, der Rückstand ließ sich am Ende aber nicht mehr aufholen. Daimler sprach angesichts der Umstände von einer starken Absatzentwicklung in einem herausfordernden Jahr. Im wichtigsten Einzelmarkt China verbuchte der Konzern ein Plus von knapp zwölf Prozent. In Deutschland und Europa sowie den USA lagen die Zahlen dagegen deutlich unter dem Vorjahr.
 
Sehr zufrieden zeigte sich Källenius mit der Nachfrage nach E-Modellen, die vor allem zum Jahresende stark zugelegt habe. "Die Verkäufe unserer Plug-In-Hybride und vollelektrischen Fahrzeuge konnten wir mehr als verdreifachen", sagte er. Rund 160.000 waren es den Angaben zufolge weltweit, davon gut 115.000 Hybride und etwa 27.000 elektrische Smarts. Vom ersten reinen Mercedes-Elektroauto, dem EQC, wurden etwa 20.000 verkauft.
 
"Unsere internen Prognosen für 2020 lassen darauf schließen, dass wir die europäischen CO2-Ziele für Pkw im vergangenen Jahr erreicht haben", sagte Källenius. Und auch für 2021 gehe man davon aus, sie einzuhalten. Mercedes stellt heuer vier neue Modelle aus der EQ-Reihe vor. Bisher gibt es neben dem EQC nur die Großraumlimousine EQV. Der E-Anteil an der Neuwagenflotte - Smart eingerechnet - lag den Angaben zufolge im vergangenen Jahr bei 7,4 Prozent. 2019 waren es zwei Prozent.
.