Neue CO2-Vorgabe macht Autos teurer

Studie zeigt

Neue CO2-Vorgabe macht Autos teurer

Reduktion auf 95 Gramm CO2 je Kilometer ist eine große Herausforderung.

Eine weitere signifikante CO2-Reduktion bei Autos sei nur durch einen breiten Einsatz von Elektromobilität erreichbar, erklärte der deutsche Energie-Staatssekretär Matthias Machnig am Dienstag in Brüssel. Nur mit solchen alternativen Antriebstechnologien könnten die Emissionen unter 95 Gramm CO2 je Kilometer gesenkt werden.

Autos werden teurer
Klar sei, dass auch im Verkehrsbereich die CO2-Emissionen weiter reduziert werden müssten, um die EU-Klimaziele erreichen zu können. Dafür sei ein Bündel an Instrumenten und Maßnahmen nötig. Bei der Präsentation der Studie "CO2-Emissionsreduktion bei Pkw und leichten Nutzfahrzeugen nach 2020" sagte Machnig, es müssten künftig in stärkerem Maß reine Batteriefahrzeuge sowie Plug-In-Hybride auf den Markt gebracht werden. Auf absehbare Zeit bedeute dies noch deutliche Mehrkosten, da letztlich der Verbraucher den Kauf eines solchen Neuwagens berappen müsse. Deswegen sei es notwendig, in der EU ein umfassendes Konzept zu erörtern, das auch Anreize für Emissionsminderungen im Fahrzeugbestand erfassen sollte.

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So sehen dei Vorgagen aus
Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der europäischen Pkw-Neuwagenflotte müssen bis zum Jahr 2015 auf 130 g CO2/km und bis Ende des Jahres 2020 auf 95 g CO2/km verringert werden. Die EU-Kommission muss die geltende Regulierung bis Ende 2015 überprüfen.

2011 betrugen die durchschnittlichen Emissionen der Pkw-Neuwagenflotte 141 Gramm CO2/km, 2013 waren es nur mehr 126,7 Gramm CO2/km und 2020 könnten die 95 Gramm erreicht werden. Anders sieht es laut Studie bei Leichten Nutzfahrzeugen aus. Bei diesen betrug 2011 der CO2-Wert 187 Gramm, 2017 dürfte er nur auf 175 Gramm zurückgehen und 2020 mit 147 Gramm weit über dem 95-Gramm-Ziel bleiben.

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Ambitioniertes Gesamtziel
Die EU strebt das Ziel an, die von Menschen verursachten Treibhausgasemissionen in der Gemeinschaft bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 % im Vergleich zum Niveau des Jahres 1990 zu reduzieren. Hierzu soll auch der Verkehrssektor beitragen. Gemäß dem "Fahrplan für den Übergang zu einer wettbewerbsfähigen CO2-armen Wirtschaft bis 2050" und dem Weißbuch zur Verkehrspolitik der Europäischen Kommission soll der Verkehrssektor seine Treibhausgasemissionen bis 2050 um mindestens 60 Prozent reduzieren. Die CO2-Emissionen des Straßenverkehrs sind für ca. 22,4 Prozent der anthropogenen CO2-Emissionen der 28 EU-Staaten verantwortlich.