Österreicher sind gerne zu schnell unterwegs

Vermeintliches "Kavaliersdelikt"

Österreicher sind gerne zu schnell unterwegs

Nur wenige heimische Autofahrer haben noch nie ein vermeintliches „Kavaliersdelikt“ begangen.

Geschwindigkeitsübertretungen, vergessener Blinker, Handy am Steuer oder Missachtung von Verkehrsregeln aufgrund knapper Zeit - nur wenige Österreicher haben noch nie ein beim Autofahren gegen Regeln verstoßen. Eine weiße Weste, was die Befolgung von Verkehrsvorschriften betrifft, haben eigenen Angaben zufolge nur sechs Prozent der Befragten. Frauen (sieben Prozent) stehen Männern (fünf Prozent) in dieser Sache übrigens nicht sonderlich nach. Das kam bei einer Umfrage der Innofact AG im Auftrag von AutoScout24.at unter 500 Lenkern heraus. 

Zu schnell, ohne blinken und mit Handy

Auf Autobahnen haben 63 Prozent der Österreicher schon mindestens einmal die erlaubte Geschwindigkeit überschritten, auf Landstraßen 61 Prozent, gaben sie selbst an. Und auch eine 30er-Zone wurde von mehr als der Hälfte der Befragten (57 Prozent) bereits mindestens ein Mal nicht ernst genommen.

Was bei mehr als jedem zweiten Autofahrer oft unterbleibt, ist auch die Betätigung des Blinkers, bevor man eine Abzweigung nimmt. Sehr gefährlich ist der Griff zum Handy beim Fahren, dennoch kommt das häufig vor. Immer noch 43 Prozent geben an, schon mindestens einmal während des Fahrens ohne Headset oder Freisprecheinrichtung telefoniert oder gar eine SMS geschrieben zu haben.

Weitere Verkehrsübertretungen

Wer nur schnell etwas zu erledigen hat, begeht ebenfalls gerne die eine oder andere Verkehrsübertretung. So haben 39 Prozent der Befragten schon einmal aus diesem Grund darauf verzichtet, einen Parkschein zu bezahlen. Ein Fünftel hat, mit dem Gedanken im Hinterkopf, gleich wieder zurück zu sein, schon einmal das Auto in einer Einfahrt abgestellt. Und ganze zwölf Prozent haben bereits einmal ihr Fahrzeug kurzerhand in zweiter Spur mit Warnblinkanlage zurückgelassen. Auch auf Fußgänger wird oft nicht geachtet. So gaben 27 Prozent der Befragten an, Passanten nicht den Vorrang zu geben und sie über die Straße zu lassen, wenn die Zeit knapp ist. Besonders gefährlich ist das Überfahren roter Ampeln. Ein Viertel gab an, dass er das schon gemacht hat, oder die Vorrangregeln auf ungeregelten Kreuzungen missachtet zu haben.

Über die Umfrage

Die Innofact AG hat im Mai 2021 für die Umfrage im Auftrag von AutoScout24 500 Österreicherinnen und Österreicher bevölkerungsrepräsentativ anhand der Kriterien Alter (18 bis 65 Jahre) und Geschlecht quotiert befragt. Es wurden nur Autohalter befragt.

Externer Link

AutoScout24.at