Pkw-Neuzulassungen Jänner bis Sept. 2010

Autohandel auf Rekordkurs

Pkw-Neuzulassungen Jänner bis Sept. 2010

Die heimischen Autohändler steuern auf ein absolutes Rekordjahr zu.

Das heurige Jahr könnte für die heimischen Autohändler das beste aller Zeiten werden. Denn obwohl im Jahr 2009 durch den „ Ökoprämie “ genannten Abwrackbonus ein Absturz verhindert wurde und letztlich mit 319.403 Neuzulassungen sogar ein Superergebnis erzielt wurde, übertrifft 2010 den vorjährigen Erfolg entgegen den ursprünglichen Erwartungen noch einmal.

Über den Erwartungen
Waren Autohandelsexperten zu Jahresbeginn für heuer noch von Neuzulassungen zwischen 280.000 bis 300.000 Stück ausgegangen, rechnet man nun bereits mit bis zu rund 325.000 Fahrzeugen. Das wären sogar mehr neue Autos als im bisher besten Jahr 1992 und würde somit einen historischen Rekord bedeuten. 1992 registrierten die heimischen Versicherer, auf deren Angaben die Daten der Statistik Austria basieren, 320.098 neue Pkws auf unseren Straßen.

Firmenautos legen zu
Der bevorstehende Rekord bei den Neuzulassungen kann durchaus als Zeichen für die wirtschaftliche Erholung nach der Krise verstanden werden. Denn während heuer zunächst vor allem private Kunden das Verkaufsniveau hoch gehalten haben, sind nun auch viele Unternehmen wieder bereit, in ihre Fuhrparks zu investieren und neue Firmenautos anzuschaffen. Private und Firmen machen jeweils rund 50 Prozent der Neuzulassungen aus.

Schwere Zeiten für die Händler
Dennoch kämpfen zahlreiche heimische Händler ums Überleben, denn die Margen sind knapp. Außerdem müssen die Händler die Auflagen von ihren Importeuren erfüllen, da es ansonsten keine Prämien gibt. Viele Betriebe machen bei den Neuwagenverkäufen sogar Verluste, gleichen diese jedoch durch das Werkstattgeschäft aus. Wenn es auch hier schlecht läuft, ist der Betrieb kaum aufrecht zu erhalten. Des Weiteren schönen einige Händler und Importeure ihre Verkaufszahlen auch mit Tageszulassungen , die nach der Anmeldung zwar in den Verkaufslisten erscheinen, in Wirklichkeit aber gar nicht verkauft sind.

Der ewige Platzhirsch VW liegt vorn
Nach Marken betrachtet hat weiterhin VW klar die Nase vorn, mit mehr als doppelt so vielen verkauften Fahrzeugen wie der „ewige Zweite“ Opel (siehe Tabelle unten). Zwischen Jänner und September (die genauen Oktoberzahlen gibt es erst in einigen Tagen), wurden 41.029 VWs neu zugelassen und der Marktanteil auf 16,3 Prozent ausgebaut. Renault inklusive der Schwestermarke Dacia konnte sich auf den dritten Platz vorarbeiten und Ford derzeit vom Stockerl verdrängen. Zweistellig zugelegt haben auch die Volkswagen-Konzernmarke Skoda und Hyundai . (plf/set)

© TZ ÖSTERREICH

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