Porsche Austria setzt bei E-Autos auf Kreisel

Mega-Deal für Oberösterreicher

Porsche Austria setzt bei E-Autos auf Kreisel

Kreisel Electric hat sich mit Super-Akkus in der Branche einen Namen gemacht.

Die Porsche Holding geht eine Kooperation mit der oberösterreichischen Kreisel Electric ein und vertreibt künftig deren Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge. Ziel ist der Aufbau einer Infrastruktur, mit der auch künftige Elektro-Autos mit einer Reichweite von 600 Kilometern und entsprechend starker Batterie innerhalb von 20 Minuten aufgeladen werden können.

Porsche selber baut aber nicht die Infrastruktur auf, sondern ist lediglich über die Tochter Allmobil Vertriebspartner von Kreisel Electric, sagten Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding, sowie Markus Kreisel, einer der drei Gründer-Brüder von Kreisel Electric, am Mittwoch zum Auftakt der Vienna Auto Show 2017 .

© Porsche Holding
Porsche Austria setzt bei E-Autos auf Kreisel
× Porsche Austria setzt bei E-Autos auf Kreisel
Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer Porsche Austria und Porsche Konstruktionen sowie Chief Digital Officer, Alain Favey, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg und Markus Kreisel von Kreisel Electric (v.l.n.r.).

Nicht für Privatanwender

Für Haushalte ist das Produkt nicht gedacht, kostet es doch inklusive einer Speichermöglichkeit für bis zu 92 kWh Strom in der Größenordnung von 100.000 Euro. Konkurrenzprodukte würden ohne Stromspeicher ähnlich viel kosten, sagte Kreisel. Dank Pufferung mit dem gespeicherten Strom und einer Ladeleistung bis zu 320 kW sollen die Ladezeiten von lediglich 20 Minuten möglich werden, wobei Porsche und Kreisel davon ausgehen, dass sich die Batteriekapazitäten in den nächsten Jahren verdoppeln werden - von 35,8 kWh beim aktuellen E-Golf mit 300 km Reichweite (unter Idealbedingungen) auf etwa 80 kWh für absehbare Modelle mit 600 km Reichweite. So eine Batterie zu Hause mit der Haushaltssteckdose aufladen würde zwei Tage dauern, verglich Wilfried Weitgasser, Geschäftsführer der Porsche Austria.

Zwar könne man ab dem ersten Quartal 2017 bestellen, die ersten Auslieferungen sind für das zweite Halbjahr 2017 geplant. Zielgruppe sind grundsätzlich alle Interessierten, nicht nur Firmen der VW-Gruppe. Jedenfalls hätten viele Partner schon großes Interesse an der Kreisel-Entwicklung gezeigt, Favey geht davon aus, dass wohl 100 Händler des Konzerns so eine Station installieren könnten - öffentlich zugänglich. Für den Strom werde man zahlen müssen. Bei Energiekosten von zwei Cent je Kilometer sei dies aber immer noch sehr günstig verglichen mit Benzin oder Diesel. Die Stationen werden auch über die drei gängigen Anschlüsse für E-Tankstellen verfügen, so Kreisel.

Vorteil der Kreisel-Stationen

Kreisel hebt hervor, dass die Ladestationen Strom langsam aufnehmen können, etwa aus Photovoltaikanlagen, ihn aber dann sehr rasch abgeben. Bei einem entsprechend starken Netzanschluss (44 kW sind vorgesehen) könne die Station auch rasch aufgeladen werden. Moderne von Elektronik gepflegte Batterien würden auch nicht mehr so schnell kaputt, Kreisel geht davon aus, dass eine Verwendung über rund 30 Jahre realistisch sei - und auch dann werde eher die Elektronik ausfallen, als die Speicherkapazität selber.

20 Minuten Ladezeit mögen manchen heute lange erscheinen und in der Stadt scheine der Zugang zu Ladestationen ein Problem zu sein, räumt Kreisel ein. Er geht aber davon aus, dass bald Supermärkte Ladestationen aufbauen werden, wo man sein Fahrzeug beim Einkauf anhängen kann. Da Batterien ohnehin nicht entleert, sondern immer wieder rasch aufgeladen werden sollten, werde man sich umstellen und "nebenbei" die Batterie auffüllen. Bei Handys sei am Anfang mit Standby-Zeiten von einer Woche geworben worden, heute gehe man selbstverständlich davon aus, dass sie täglich oder sogar häufiger aufgeladen werden müssen, vergleicht Kreisel.

Das Ziel 2017 lautet 1.000 E-Autos

Auch wenn derzeit die Vorbereitungen für die E-Mobilität auf Hochtouren laufen, der Absatz ist noch überschaubar: Die VW-Gruppe hat den Verkauf in Österreich zwar 2016 verdreifacht, aber auf nur 408 Stück. Heuer sei wieder eine Verdoppelung angepeilt, auf "ich hoffe 1.000 Stück", so Favey. Spätestens wenn 2020 die neue I.D.-Generation an den Start geht, sollten die Verkaufszahlen aber deutlich ansteigen. Aktuell hat VW mit dem e-Golf und dem e-Up! zwei reine E-Autos am Start. Porsche und Audi ziehen mit dem Mission E und dem Q6 e-tron demnächst nach.

Diashow: Vienna Autoshow 2017 - Messerundgang mit allen Fotos

Wichtigste Neuheit der Vienna Autoshow ist wohl der überarbeitete Golf. Der kompakte VW ist seit über 35 Jahren das meistverkaufte Auto Österreichs. Die Facelift-Variante...

...ist in vielen Versionen wie als Plug-in-Hybrid GTE, oder als...

...Variant (Kombi) erhältlich. Die Preise starten bei knapp 19.450 Euro. Innen gibt es...

...auf Wunsch ein virtuelles Cockpit sowie einen 9,2 Zoll großen Touchscreen mit Gestensteuerung. Der...

...Golf GTI legt auf 230 PS (Performance-Version 245 PS) zu und verfügt...

...über ein sportlicheres Cockpit.

Der überarbeitete e-Up! ist neben dem e-Golf das zweite reine Elektroauto des Herstellers. Weiters zeigt...

...VW auf der VAS 2017 den neuen Amarok Canyon, den...

...Multivan Panamericana sowie die Studie...

...GTE Sport Coupé Concept, die ab Mai als Arteon in Serie geht.

Seat feiert mit dem Debüt des überarbeiteten Leon eine Messe-Weltpremiere. Der kompakte...

...Spanier ist ab 14.990 Euro zu haben und technisch auf dem neuesten Stand. Letzteres...

...gilt auch für den Ateca. Das erste Kompakt-SUV der Marke...

...hat Seat 2016 zu einem neuen Verkaufsrekord verholfen.

Der Mii by Cosmopolitan wurde von Frauen für Frauen entwickelt.

Bei der zweiten Messe-Weltpremiere handelt es sich um den aufgefrischten Skoda Octavia. Dieser verfügt...

...nicht nur über ein aufgewertetes Cockpit mit neuen Infotainment-Systemen...

...sondern auch über ein markantes Vier-Augengesicht.

Der neue Kodiaq kommt im März in den Handlel. Das Skoda-SUV nutzt die Technik des VW Tiguan, ist 4,70 Meter lang...

...bietet auf Wunsch bis zu sieben Sitze und setzt auf ein klassisch designtes Cockpit.

Weiters zeigen die Tschechen das Rallye-Auto von Raimund Baumschlager.

Bei Audi dreht sich fast alles um die Q-Familie. So feiert der Q5 seine Europa-Premiere, der...

...noch taufrische Q2 rundet die Palette nach unten ab. Am anderen Ende wartet der...

SQ7 TDI mit einem 435 PS starken V8-Diesel.

Der neue Audi A5 Sportback dürfte ebenso viele Besucher anlocken, wie..

... der bis zu 605 PS starke RS6 Avant und der...

...neue R8 Sypder.

Opel trumpft auf der VAS 2017 ebenfalls groß auf. Hier stehen der neue Karl Rocks,....

...der Bestseller Mokka X sowie...

...der überarbeitete Zafira im Mittelpunkt. Publikumsmagnet...

...dürfte aber die Studie GT Concept sein, die einen Ausblick auf einen möglichen GT-Nachfolger gibt. Zudem zeigt...

...Opel den neuen Vivaro Camping.

Bei Renault feiert der neue Grand Scénic seine Österreich-Premiere. Er steht wie sein kürzerer Bruder serienmäßig auf 20 Zoll Rädern.

Das meistverkaufte E-Auto Europas, der ZOE, bietet dank neuer Batterie nun bis zu 400 km Reichweite. Und...

...auch der neue Koleos ist in Wien zu sehen. Dieser teilt sich die Plattform mit dem Nissan X-Trail und ist oberhalb des Kadjar angesiedelt.

Renault-Tochter Dacia zeigt unter anderem den überarbeiteten Sandero (hier als Stepway) sowie...

...den Duster mit Doppelkupplungsgetriebe EDC.

Hyundai zeigt unter anderem den überarbeiteten i10. Wichtigstes Modell...

...ist jedoch der brandneue i30. Der kompakte Koreaner will Golf, Astra und Co...

...mit modernster Ausstattung und...

...klassischem Design angreifen. Weiters zählen auch der...

...Ioniq Hybrid und der...

...Ioniq Elektro zu den Highlights am Hyundai-Stand.

Kia will mit dem Optima Kombi auch bei Fuhrparkbetreibern punkten. Der...

...Niro Hybrid leistet 141 PS und setzt auf ein Doppelkupplungsgetriebe.

Mitsubishi hat dem ASX ein umfangreiches Facelift verpasst. Zudem trumpft...

...der Outlander (hier als Plug-in-Hybrid) mit einem verfeinerten Innenraum auf.

Bei Honda feiert der völlig neue Civic seine Österreich-Premiere. Der kompakte Japaner kann seit wenigen Tagen bestellt werden. Absolutes...

...Highlight am Honda-Stand ist jedoch der neue NSX. Der Hybrid-Supersportwagen leistet dank drei E-Motoren und einem V6 stolze 573 PS.

Citroen will mit dem neuen C3 im Kleinwagensegment ein Zeichen setzen. Das coole Design macht ihn zum absoluten Hingucker.

Mit dem neuen Spacetourer greifen die Franzosen den VW Multivan an.

Edel-Tochter DS zeigt das jüngst überarbeitete DS3 Cabrio. Zudem gibt es von...

...Modellen wie dem DS4 (hier als Crossback) nun eine spezielle Performance-Line.

Peugeot hat nicht nur den 3008 vom Van zum SUV transformiert, sondern auch...

...den größeren 5008. Beide setzen auf die zweite...

...Generation des i-Cockpits, das nun voll digitalisiert ist.

Ford rollt den überarbeiteten Kuga ins Rampenlicht. Zudem feiert der...

...besonders luxuriöse Edge Vignale seine Österreich-Premiere.

Beim neuen Mini Countryman handelt es sich um eine Europa-Premiere. Das SUV ist auf 4,30 Meter gewachsen und kommt erstmals auch als Plug-in-Hybrid.

Das Cockpit ist nun endlich so hochwertig, wie man es sich von einer hochpreisigen Marke wünscht. Beim...

...neuen Clubman John Cooper Works werden die 231 PS serienmäßig an einen Allradantrieb weitergeleitet.

Mini-Mutter BMW zeigt den überarbeiteten i3 mit längerer Reichweite. Im Normzyklus kommt der Stromer nun 300 km weit. Im...

...Mittelpunkt steht jedoch eindeutig die neue 5er-Generation. Diese konnte in unserem...

...Fahrbericht auf ganzer Linie überzeugen und steht ab Februar beim Händler.

Mit dem 370 PS starken M2 Coupé im M-Look wird die Marke ihrem sportlichen Anspruch gerecht.

Volvo und Audi haben es vorgemacht, nun setzt Mercedes bei der E-Klasse All Terrain ebenfalls auf einen Outdoor-Look. Dank Allrad und Luftfederung eignet sich der Edel-Kombi sogar für leichtes Gelände.

Ganz anders geht es beim neuen AMG GT C Roadster zu. Dieser leistet 557 PS und...

...rennt auch mit offenem Dach über 300 km/h.

Die AMG-Version der G-Klasse sieht nicht nur brachial aus, sie leistet auch über 600 PS und kostet über 250.000 Euro.

Deutlich umweltfreundlicher ist da der neue Elektro-Smart, der im Herbst als Cabrio, Coupé und ForFour in den Handel kommt.

Mit dem Smart Brabus will die Daimler-Tochter sportliche Städter ansprechen. 109 PS und Heckantrieb sind jedenfalls ein Argument.

Land Rover feiert die Österreich-Premiere des neuen Discovery. Dieser ist nun deutlich luxuriöser, hat bei der Geländegängikeit aber noch einmal zugelegt.

Käufer des Jaguar F-Pace dürfte man eher selten abseits befestigter Straßen antreffen. Das erste SUV der Marke hat Jaguar aber einen enormen Absatzboom verschafft.

Maserati will mit dem Levante Ähnliches schaffen. Die Optik und die Technik sind jedenfalls top.

Nissan zeigt erstmals den völlig neuen Micra. Dieser wurde in Europa für Europa entwickelt. Motoren mit 90 PS sind zum Start verfügbar.

Luxus-Tochter Infiniti greift mit dem Q60 Audi A5, Mercedes C-Klasse Coupé und BMW 4er Coupé an.

Einen so mutig gezeichneten Toyota haben wir lange nicht gesehen. Der neue C-HR ist entweder...

...mit einem 1,2l-Turbobenziner oder dem Hybrid-Antrieb des Prius' zu haben. Apropos...

...Prius: Von dem feiert die neue Plug-in-Version in Wien ihre Österreich-Premiere.

Nobel-Tochter Lexus stellt den überarbeiten IS vor und trumpft zudem...

...mit dem neuen Luxus-Coupé LC auf.

Suzuki sagt mit dem nur 3,70 Meter langen Ignis dem Fiat Panda 4x4 den Kampf an. Der Japaner verfügt über die deutlich modernere Technik. Den...

...überarbeiteten SX-4 gibt es seit wenigen Wochen zu kaufen. Das neue Gesicht mit dem großen Grill steht ihm äußerst gut.

Fiat rückt die Tipo-Reihe in den Vordergrund. Seitdem der kompakte Italiener auch als Hatchback und Kombi zu haben ist, gehen die Verkaufszahlen rasant nach oben.

Mit dem Fullback hat Fiat seit kurzem auch einen Pick-up am Start.

Die sportliche Tochter Abarth zeigt mit dem Abarth 124 Spider einen 170 PS starken Roadster mit Heckantrieb und japanischen Genen (Mazda MX-5 ist der Plattformspender).

Alfa bringt die Giulia auch mit Allradantrieb an den Start. Als Veloce hat sie es auf die quattro-, xDrive- und 4Matic-Konkurrenz abgesehen.

Der 4C Spider ist nach wie vor eine Augenweide. Und dank Carbon-Karosserie und 241 PS ist er auch richtig schnell.

Jeep geht mit dem überarbeiteten Grand Cherokee bei den großen SUVs auf Kundenfang. Für Offroad-Fans...

...hat die Marke den Wrangler Rubicon am Start.

Der Bentley Bentayga ist mit seinem 608 PS starken 12-Zylinder nach wie vor das schnellste SUV der Welt (knapp über 300 km/h).

Porsche-Fans kommen mit aktuellen Modellen wie der 718er-Reihe, dem neuen Panamera oder...

...den zahlreichen 911-Varianten auf ihre Kosten.

Lamborghini zeigt den 610 PS starken Huracán Spider, der auch mit offenem Verdeck über 300 km/h schafft.

Die Sportwagen-Krönung liefert jedoch Bugatti mit dem Chiron. 1.500 PS aus 16-Zylindern sorgen für einen...

...Top-Speed von über 400 km/h. Leider kostet das Hypercar 2,5 Millionen Euro - ohne Steuern!

Da wirkt der neue Aston Martin DB11 mit seinen rund 300.000 Euro schon fast wie ein Schnäppchen. Etwas...

...mehr müssen Käufer des Rolls Royce Dawn "Inspired by Fashion" auf den Tisch legen.

Tesla hat mit dem Model X das schnellste Elektro-SUV der Welt am Start. Rund 700 PS beschleunigen den 2,5-Tonner in unter drei Sekunden auf Tempo 100.

Für "Zurück in die Zukunft"-Fans wartet gleich beim Eingang ein DeLorean. Außen sieht er noch immer ziemlich cool aus,....

...innen sind ihm die Jahre aber deutlich anzumerken.