Siegeszug von "Billigautos" erwartet

Pariser Autosalon 2012

Siegeszug von "Billigautos" erwartet

Experte ist sicher, dass "Low Cost Cars" immer wichtiger werden.

"Billigautos" nach dem Vorbild der Renault-Tochter Dacia stehen nach einer Studie vor einer erfolgreichen Zukunft. Besonders in den Krisenländern Südeuropas und in wachsenden Märkten Osteuropas, Asiens und Südamerikas hätten die Fahrzeuge, die ein gutes Drittel günstiger seien als konventionelle Autos, großes Potenzial, prognostiziert das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen in einer auf dem Autosalon Paris vorgelegten Analyse: "Fasst man die ... Entwicklungen zusammen, werden um das Jahr 2030 weltweit 25 Millionen Billigautos verkauft. Im Jahr 2011 waren es noch 6,5 Millionen", sagte CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer.

Dacia gibt Richtung vor
Musterbeispiel für den Erfolg mit "Billigautos" sei Dacia. Die Marke kam 2004 mit dem Logan auf den Markt und hat mittlerweile auch einen Kombi, einen Pick-up, einen Kleinwagen, einen SUV und einen Van ( Lodgy ) im Angebot. In Paris feiert gerade die zweite Generation des Logan und des Sandero Weltpremiere .  "Dacia ist durch diese Vielfalt zum erfolgreichsten Autobauer in der Geschichte des Automobils geworden. Noch nie hat es ein Hersteller geschafft, in weniger als zehn Jahren praktisch von Null über 800.000 Fahrzeuge pro Jahr zu produzieren", betonte Dudenhöffer. Noch vor dem Jahr 2015 werde Dacia weltweit über eine Million Fahrzeuge bauen.

Diashow: Fotos: Dacia Logan und Sandero 2013

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Dacia Logan und Sandero
Dacia Logan

Das neue Gesicht mit den großen Schweinwerfern und dem markanteren Grill steht ihm ziemlich gut.

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Dacia Logan und Sandero
Dacia Logan

Die C-Säule und die Sicke im Kofferraumdeckel schlagen die Brücke zum Vorgänger. Auch das Cockpit wurde aufgewertet.

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Dacia Logan und Sandero
Dacia Sandero

Die Front teilt sich der neue Sandero mit dem Lodgy. Beide Autos sind bis zur B-Säule quasi identisch.

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Dacia Logan und Sandero
Dacia Sandero

Große Türen sollen den Einstieg in den Fond erleichtern. Wie der Vorgänger soll auch der neue Sandero in Sachen Platzangebot und Kofferraumvolumen Klassen-Bestwerte aufstellen.

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Dacia Logan und Sandero
Dacia Sandero Stepway

Auch die auf SUV-Look getrimmte Variante Stepway profitiert von den Neuerungen.

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Dacia Logan und Sandero
Dacia Logan und Sandero

Auch das Cockpit wurde aufgewertet. Zwar dominieren noch immer der klare Look und einfache Materialien, dennoch ist ein Fortschritt erkennbar. Gegen Aufpreis gibt es sogar ein Multimediasystem mit Navi und Touchscreen.

Inzwischen hätten weitere Autobauer wie Hyundai ins Low-Cost-Segment investiert. Nissan plane, Datsun als Billigmarke wieder zu beleben. Zudem seien eine Reihe chinesische Hersteller in dem Segment aktiv.

Andere Hersteller haben noch keine passenden Konzepte
Dudenhöffer ist überzeugt: "Wer Marktführerschaft im weltweiten Automarkt erringen will, kommt nicht ohne Billig-Auto aus." Allerdings hätten Konzerne wie Toyota, GM, Ford oder VW noch kein passendes Konzept in der Schublade. "Der VW-Konzern hat damit in einem der am schnellsten wachsenden Marktsegmente kein Angebot", sagte der Fachmann und erinnerte an die gescheiterte Verbindung mit Suzuki. VW sei jetzt darauf angewiesen, selbst ein Low Cost Car zu entwickeln und bauen: "Das wird nicht einfach sein und den Konzern viel Zeit kosten - und seine Pläne zur angestrebten Weltmarktführerschaft gefährden."

Laut diversen Berichten arbeiten aber auch bereits VW, PSA und Renault mit Hochruck an neuen Billigautos. VW könnte sogar eine eigene Marke ins Leben rufen .

Diashow: Fotos vom Pariser Autosalon 2012 Teil 1

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