So hoch sind Verkehrsstrafen im Ausland

Höher als in Österreich

So hoch sind Verkehrsstrafen im Ausland

Strafen sind in Ländern mit hohem Verkehrssicherheitsniveau höher, Tempolimits niedriger als bei uns. 

Österreich liegt im EU-Vergleich bei der Verkehrssicherheit an achter Stelle. Im Vorjahr starben hierzulande 338 Menschen bei Verkehrsunfällen. Pro Million Einwohner verzeichnete Österreich 38 Verkehrstote und damit doppelt so viele wie Schweden, so der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Auch in der Schweiz, Norwegen und Island ist die Zahl der Verkehrstoten im Verhältnis zur Einwohnerzahl deutlich niedriger als in Österreich. Das könnte auch an den höheren Strafen liegen.

Verkehrsstrafen im Ausland 

Die Verkehrsstrafen sind in den Staaten mit hohem Verkehrssicherheitsniveau deutlich höher als in Österreich. Hier ein Überblick:

  • 20 km/h zu schnell kosten in Norwegen umgerechnet nur 460 Euro, in Schweden umgerechnet rund 235 Euro, in der Schweiz umgerechnet 165 Euro und in Dänemark ab 135 Euro.
     
  • Handy am Steuer kostet in Norwegen umgerechnet 170 Euro, in Schweden 150 Euro und in der Schweiz rund 200 Euro.
     
  • In Schweden sind die Strafen für Alkohol am Steuer einkommensabhängig mit einer Mindeststrafe von 40 Tagsätzen, in Dänemark bis zu einem Monatsgehalt. In Norwegen und Island beträgt die Mindeststrafe mehr als 450 Euro, in der Schweiz mehr als 500 Euro.

 

Niedrigere Tempolimits

Allen Staaten, die bei der Verkehrssicherheit an der Spitze liegen, ist zudem gemeinsam, dass sie auf Freilandstraßen niedrigere Tempolimits haben als Österreich. In Schweden gilt Tempo 70 auf Freilandstraßen, in den anderen fünf Staaten Tempo 80. Zudem gilt in der Schweiz auf Autobahnen Tempo 120, in Schweden Tempolimit 110 und in Norwegen Tempo 100. Malta und Island haben keine Autobahnen. "Niedrigere Tempolimits würden Menschenleben retten, was für sich alleine schon ein ausreichender Grund ist. Darüber hinaus sind niedrigere Tempolimits die günstigste und am schnellsten umsetzbare Klimaschutzmaßnahme", sagte VCÖ-Experte Michael Schwendinger.