Knappheit bei Winterreifen erwartet

Reifen werden teurer

Knappheit bei Winterreifen erwartet

Obwohl noch nicht einmal Sommer ist, sollten sich Autofahrer schon jetzt Winterreifen sichern.

Die Wirtschaftskrise und der danach überraschend stark anziehende Automarkt sowie die steil nach oben gehenden Kautschukpreise lassen die Preise für Autoreifen um 10 bis 15 Prozent steigen, insbesondere Breitreifen werden merklich teurer. Und als ob das noch nicht genug wäre: Im heurigen Winter gibt es eine Knappheit für "Winterpatscherl".

Ungewöhnlicher Experten-Tipp
So äußerte Karl-Heinz Wörle (Profi Reifen-Chef ) am Mittwochabend vor Jouranlisten einen eher ungewähnlichen Tipp: Schon jetzt die Winterreifen sichern. Denn heuer würden auf jeden Fall weniger Winterreifen angeboten als im Vorjahr nachgefragt wurden. Und bei der Auslieferung der Reifen würden zuerst die Erstausrüster bedient, erst dann kommt der Ersatzreifenmarkt zum Zug.

"Mittelklasse-Reifen" verschwinden
Der Trend beim Autoreifen geht hin zum Prämiumsegment. Auch der Billigbereich läuft gut, die mittlere Preisklasse ist aber zusehends am verschwinden. Im Schnitt wechseln die österreichischen Autofahrer alle vier Jahre ihre Pneus, rechnete Wörle vor.

Wuchten sei ein Muss
Er empfiehlt den Autofahrern, bei jedem Reifenwechsel auch ein Wuchten durchführen zu lassen. Wie wichtig dies sei, zeige sich schon daran, dass selbst Neuwagen nur mit gewuchteten Reifen ausgeliefert werden. Profi Reifen ist Erstausrüster für alle Neufahrzeuge, die das Magna-Werk in Graz verlassen.

Profi Reifen erzielte im Vorjahr mit 314 Mitarbeitern einen Umsatz von 86 Mio. Euro. Die ehemalige Tochter des traditionsreichen Semperit-Konzerns gehört mittlerweile der deutschen Continental, rund die Hälfte des Reifenangebotes von Profi-Reifen kommt von Conti.