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Sprit-Diskonter

Super oder Diesel für weniger als 1 Euro

Sprit-Diskonter Markus Friesacher geht in die nächste Runde im Kampf um die Autofahrer.

Volle Offensive gegen teuren Sprit lautet heuer die Devise von Markus Friesacher. Seit er vergangenes Jahr in der Landeshauptstadt Salzburg die ersten drei Tankstellen auf Parkplätzen des Lebensmitteldiskonters Hofer aufgesperrt hat, herrschte Anspannung bei den Mitbewerbern. Wann und wo kommt die nächste Tankstelle?

Tamsweg ist Nummer 4
Seit 14. Juni, 16.00 Uhr, hat das Warten ein Ende. Friesacher eröffnete die vierte Hofer-Tankstelle in Tamsweg, der Bezirkshauptstadt des Salzburger Lungau. Schon zuvor hatten die Mitbewerber vor Ort die Preise für Diesel und Eurosuper um bis zu 13 Cent pro Liter gesenkt. Für Friesacher eine „Panikreaktion, die die Glaubwürdigkeit meiner Konkurrenten in der Bevölkerung des Dreiländerecks Salzburg, Steiermark und Kärnten nachhaltig erschüttert hat“.

Kampfpreise
1,069 Euro für einen Liter Diesel ergaben Recherchen bei Friesachers Konkurrenz in Tamsweg, bei Eurosuper 1,139 Euro pro Liter. Friesacher konterte der Einfachheit halber mit einem Einheits-Kampfpreis am gestrigen Eröffnungstag: 0,999 Euro pro Liter, egal ob Diesel oder Benzin. Das Angebot verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Lange Autoschlangen waren die Folge. Wie zuvor schon in Salzburg hofft Friesacher nun, dass ihm die Autofahrer auch in dieser Region künftig das Vertrauen schenken.

Bezahlen an der Zapfsäule.

Das Konzept, das Friesacher gemeinsam mit Hofer umsetzt, ist simpel. Getankt wird an modernsten Zapfsäulen mittels Kredit- oder Bankomatkarte. Friesacher: „Man bleibt immer beim Auto. Viele Kunden fühlen sich dadurch sicherer, so zum Beispiel Mütter, die ihre Kinder im Auto haben.“

Expansion geht weiter
Auf Tamsweg folgen nun Schlag auf Schlag weitere Standorte. Hofer-Tankstelle Nummer 5 sperrt Anfang Juli im niederösterreichischen Zwettel auf, dann folgen Hartberg (Stmk.) und St. Johann im Pongau.(plf)