Starker Dämpfer für Europas Automarkt

Rückschlag in Sommermonaten

Starker Dämpfer für Europas Automarkt

Deutlicher Rückgang bei Neuzulassungen in Österreich, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.

Der europäische Automarkt hat im Juli und August einen Rückschlag verzeichnet. Die Neuzulassungen in den Ländern der Europäischen Union sanken in den beiden Monaten, nachdem sie zuvor  vier Monate in Folge noch zugelegt hatten , wie aus den aktuellen Daten des Herstellerverbandes ACEA hervorgeht. Im Juli lag das Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat bei 23,2 Prozent, im August wurden 19,1 Prozent weniger Autos neu zugelassen als im Vorjahresmonat.

Heimischer Markt

In Österreich ging die Zahl der Neuzulassungen im Juli laut ACEA um 19,7 Prozent auf 19.902 und im August um 15,2 Prozent auf 17.719 zurück (wir berichteten). Von Jänner bis August zusammengerechnet stiegen die Zulassungszahlen hierzulande hingegen um 8,5 Prozent auf 172.017. Im August konnten alternative Antriebe (Elektro-, Hypbrid- und Plau-in-Habridautos) bei den Verkaufszahlen erstmals an Fahrzeugen mit klassischen Verbrennermotoren  vorbeiziehen .

Auch größte Märkte im Minus

Alle vier großen Märkte Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien verzeichneten einen Rückgang um einen zweistelligen Prozentsatz im Juli und August. Dennoch bleibt damit für die ersten acht Monate des laufenden Jahres ein Plus von 11,2 Prozent. Insgesamt wurden 6,8 Millionen neue Autos zugelassen. Besonders stark fiel der Anstieg in Italien mit gut 30 Prozent aus, gefolgt von Frankreich mit 12,8 Prozent und Spanien mit 12,1 Prozent. In Deutschland wurden 2,5 Prozent mehr Autos zugelassen als in den ersten acht Monaten 2020.

VW-Konzern vor Stellantis

Von den Herstellern stand in den ersten acht Monaten der  Volkswagen -Konzern mit 1,8 Millionen Autos an der Spitze, das entspricht einem Absatzplus von 12,7 Prozent. Stellantis mit Marken wie Peugeot, Fiat oder Opel folgte mit 1,5 Millionen Autos und einem Plus von 14,4 Prozent. Von den übrigen europäischen Automarken schaffte  BMW  ein Absatzplus von 15 Prozent, Daimler immerhin noch plus 0,6 Prozent.  Renault  verkaufte dagegen 4,1 Prozent weniger Autos als vor Jahresfrist. Die Autobranche weltweit leidet derzeit an einem massiven Halbleitermangel und musste deswegen die Produktion drosseln.