Das ist der perfekte Reifen der Zukunft

Symposium

Das ist der perfekte Reifen der Zukunft

In einem eigenen Symposium wurde in Wien darüber beraten, was den perfekten Reifen ausmacht: Er muss sicher,leise, langlebig und leistbar sein.

Alle sind sie rund und "ziemlich schwarz" - doch das dürfte nicht das einzige Kriterium für die Reifenwahl sein. Die TU Wien, Semperit Reifen und der ÖAMTC initiierten ein eigenes Symposium, um sich der Frage nach dem perfekten Reifen zu widmen.

Unterschiedliche Anforderungen
Die Anforderungen an den Reifen der Zukunft reichen von Sicherheitskritierien über Langlebigkeit bis hin zu Umweltaspekten. Aber auch ökologische Gesichtspunkte werden immer wichtiger. "Reifen müssen völlig unterschiedliche Anforderungen erfüllen, auf verschiedenen Autos Halt bei allen Witterungsverhältnissen bieten, individuellen Kundenwünschen und immer öfter auch strengen Umweltauflagen entsprechen, und das zu erschwinglichen Preisen.", sagt der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung, Mario Rohracher.

Reifen muss leiser werden
Ökologische Gesichtspunkte werden immer wichtiger, denn das Thema Umweltschutz macht auch vor der Reifenindustrie nicht Halt. Besondere Bedeutung sind der Lärm- sowie der Feinstaubthematik sowie den Treibhausgasen beizumessen. Wesentlich für die Reduzierung der Umweltbelastungen seien strengere legislative Maßnahmen. "In diesem Kontext sind Umwelteigenschaften von Reifen – also Reifenrollwiderstand, Reifenabrollgeräusch und Reifenabrieb – von großer Bedeutung", sagt Poetscher. Er sieht bei den Herstellern die Verpflichtung, Produkte zu entwickeln, die zur Vermeidung der Umweltbelastungen beitragen, und fordert: "Der Reifen der Zukunft wird deutlich leiser sein müssen."

Sicherheit darf nicht leiden
"Je geringer der Rollwiderstand, umso kleiner ist auch der CO2-Ausstoß eines Fahrzeuges", erklärt Hans-Rudolf Hein. Ein Zielkonflikt eröffnet sich dabei aber mit den Sicherheitsanforderungen an einen Reifen. Denn Reifen mit einem geringen Rollwiderstand zeigen in den ÖAMTC-Reifentests auf nasser Fahrbahn tendenziell schlechtere Ergebnisse.

OptiGrip verändert Profil und Gummimischung
Auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit zielt eine neue Entwicklung von Goodyear ab. Die möglichst gleichbleibende Qualität während der gesamten Lebensdauer steht im Mittelpunkt eines revolutionären Konzepts, das der technische Leiter von Goodyear Dunlop Austria, Andreas Kropf, beim ÖAMTC-Reifensymposium präsentiert. "Beim OptiGrip verändern sich beim Reifen während seines Abriebzustandes das Profil und die Gummimischung. Dadurch kann die Verschlechterung von Nassgriff- und Aquaplaning-eigenschaften bei fortschreitendem Abrieb kompensiert werden, was zu einer konstant hohen Performance während der gesamten Lebensdauer führt", sagt Kropf.

Kein Einheitsreifen
"Die aktuellen Trends zeigen Entwicklungen, die für die Zukunft alles andere als den Einheitsreifen erkennen lassen", fasst ÖAMTC-Reifenexperte Eppel zusammen und konstatiert abschließend: "Die größte Herausforderung an die Reifen der Zukunft liegt darin, die Umweltverträglichkeit zu steigern, ohne bei der Sicherheit Kompromisse einzugehen, und das zu leistbaren Preisen."