Tausende Autofans stürmen die IAA 2011

Mehr als 350.000 Besucher

Tausende Autofans stürmen die IAA 2011

Über 1.000 Austeller und 89 Weltpremieren locken die Besucher an.

Mehr als 350.000 Besucher hat die weltgrößte Automesse IAA am ersten Wochenende. "Mit einem Zuwachs von zehn Prozent liegen wir damit deutlich über der IAA 2009", erklärte der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Sonntag in Frankfurt am Main. Nach den Fachbesuchern können seit Samstag nun alle Autofans die Messe besuchen und sich noch bis zum 25. September über Neuheiten informieren. Schwerpunkt sind neue Technologien von Hybrid- bis zu Elektroautos, mehr als 1.000 Aussteller aus 32 Ländern präsentieren ihre Weltneuheiten.

Hier kommen Sie zu unserem IAA 2011-Special

89 Weltpremieren und cooles Rahmenprogramm
"Im Mittelpunkt stehen natürlich die 89 automobilen Weltpremieren. Aber auch die Aktionen im Freigelände - Offroadparcours, Probefahrten, Kartbahn - kommen bei den IAA-Besuchern sehr gut an. Wir gehen sehr zuversichtlich in die zweite IAA-Woche", erklärte Wissmann laut Mitteilung. Die 64. Internationale Automobil-Ausstellung steht unter dem Motto "Zukunft serienmäßig".

Diashow: Fotos vom ersten IAA 2011-Rundgang

Fotos vom ersten IAA 2011-Rundgang

×


    Die Veranstalter vom VDA rechnen insgesamt mit mehr als 800.000 Besuchern - mehr als im Krisenjahr 2009, aber deutlich weniger als 2007. Damals waren fast eine Million Gäste gekommen. Die belegte Ausstellungsfläche liegt mit etwa 235 000 Quadratmetern um 40 000 Quadratmeter über dem Wert von 2009.

    Kostenlose Probefahrten
    Mehr als 200 neue Modelle stehen für Testfahrten bereit. Hersteller wie Audi, Chevrolet, Citroen, Hyundai, Kia, Opel, Peugeot, Renault, Seat, Smart und Volkswagen bieten ihre Fahrzeuge für kostenlose Fahrten durch Frankfurt an. Auch innerhalb des Messegeländes können Besucher fahrende Neuheiten testen. Die Geländewagen und SUVs auf dem Offroad-Parcours dürfen sie zwar nicht selbst steuern. Aber als Beifahrer erleben sie Fahrten über Buckel-und Schlaglochpisten, extreme Schräglagen, Kiesstrecken oder eine bis zu sieben Meter große Brückenkonstruktionen mit 80-Prozent-Steigung.

    Diashow: Fotos von den Luxus-Autos der IAA 2011

    Fotos von den Luxus-Autos der IAA 2011

    ×


      Von der Krise 2009 hat sich die Autoindustrie längst erholt. 2011 steuert sie auf ein Rekordjahr zu. Entsprechend zuversichtlich präsentieren sich die Aussteller in Frankfurt, obwohl das Wachstum im kommenden Jahr spürbar nachlassen dürfte.

      Audi und BMW warnen vor Pessimismus
      Die Chefs der Premium-Automarken BMW und Audi warnen vor einer überzogen pessimistischen Bewertung der derzeitigen Lage angesichts Börsen-Turbulenzen. Derzeit spürten sie keine Krise: "Bislang merken wir von der Krise an den Finanzmärkten nichts, die Auftragseingänge sind weiter gut", sagte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS).

      "Wir haben bei den Auslieferungen den besten August überhaupt hingelegt, auch der September läuft gut", betonte Reithofer. Sein Konzern strebe 2011 weiterhin einen Rekordabsatz an. Eine Rezession erwarte er nicht. BMW werde 2020 in jedem Fall mehr als zwei Millionen Autos verkaufen.

      Diashow: Fotos von den heißesten Girls der IAA

      Fotos von den heißesten Girls der IAA

      ×


        Ähnlich äußert sich Audi-Chef Rupert Stadler im Fachmagazin "Automobilwoche" (Montag). "Wir müssen aufpassen, dass die Konjunktur nicht schlechtgeredet wird", sagte er. Gleichwohl erinnerte er: "Wir können auch mit schwierigen wirtschaftlichen Situationen umgehen. Das haben wir 2008 und 2009 bewiesen, als wir trotz Finanz- und Wirtschaftskrise noch gutes Geld verdient haben." Derzeit liefen Nachfrage und Auftragseingang bis auf zwei oder drei kleinere Märke in Europa aber stabil. Audi peilt einen Absatzrekord von 1,3 Millionen verkauften Autos an.

        Reithofer äußerte sich in der FAS zudem mit Blick auf die aktuelle  Euro-Debatte kritisch: "Die gemeinsame Währung ist ein klarer Vorteil für die deutsche Industrie." Dies rechtfertige auch milliardenteure Rettungspakete, denn "der Euro ist ein Gut, das es zu schützen gilt". Schließlich stütze der Export die deutsche Wirtschaft wesentlich.

        Hier kommen Sie zu unserem IAA 2011-Special