TU-Wien Studie

Solardächer könnten Strom für E-Autos liefern

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Einer neuen Studie der TU-Wien zufolge reichen 20 m² Solarkollektoren aus, um ein Fahrzeug 10.000 km pro Jahr bewegen zu können.

Sogar in Ballungszentren stünde damit genügend Dachfläche zur Verfügung, um Strom für einen elektrischen Antrieb der Autos von Hausdächern zu gewinnen, erhoben Günther Brauner, Vorstand des Instituts für Elektrische Anlagen und Energiewirtschaft, und sein Team in der Machbarkeitsstudie "Solare Mobilität 2030".
 

"Ländle" als Vorreiter

Laut einer Aussendung vom Montag dient derzeit Vorarlberg als Modellregion, in welcher der vollständige Umstieg auf Elektroautos erprobt wird. Erfahrungen mit einzelnen Projektteilnehmern sollen letztendlich auf die gesamte Region umgelegt werden.
 

Selbst die Fläche in Städten würde ausreichen

"Sogar in urbanen Ballungszentren wie der Wiener Innenstadt würde die Dachfläche zum vollständigen Umstieg auf Elektroautos ausreichen", so Brauner. Sein Team begleitet das Vorhaben in Vorarlberg und erarbeitet u.a. Szenarien für eine mögliche Logistik, um die Autobatterien aufzuladen. Für Brauner wird das Fahrzeug weiterhin ein wichtiges Transportmittel bleiben: Aufgrund von städtebaulichen und gesellschaftlichen Trends - etwa die Verbannung des Individualverkehrs aus Stadtzentren und dem Wohnen außerhalb der Stadtzentren - werden für Städter "die Wege zur Arbeit immer länger, eine attraktive Versorgung der neuen Siedlungsgebiete mit öffentlichem Verkehr ist jedoch schwierig", so Brauner.
 

Umsetzung wäre schnell realisierbar

Laut Studie könnten diese Mobilitätsbedürfnisse mit rein elektrisch betriebenen Autos abgedeckt werden, der Energiebedarf dafür wäre ausschließlich mit Strom aus Sonnen- und Windenergie abzudecken. "Eines dieser Autos könnte schon mit der heute verfügbaren Technologie an die 10.000 Kilometer im Jahr fahren." Für die Nutzung von Elektroautos in dieser Form des Nahverkehrs seien schon heute alle konzeptuellen und technischen Probleme gelöst. Mit der neuen Generation von Lithium-Ionen-Batterien, an deren Entwicklung gerade weltweit mit Hochdruck gearbeitet werde, wäre sogar eine noch größere Speicherleistung möglich als mit den bisher in Elektroautos verwendeten sogenannten Hochtemperatur-Zebra-Batterien.
(Quelle APA)
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