Uber setzt jetzt auf "gläserne" Fahrer

Neue Kontrolle auch in Österreich

Uber setzt jetzt auf "gläserne" Fahrer

Neue Funktion sorgt für besserte Sicherheit der Kunden - auch in Österreich.

Kurz nachdem Uber seine  allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert hat , führt der Fahrdienst-Vermittler eine neue Sicherheitsfunktion ein, bei der die Identität der Fahrer immer wieder überprüft wird. Damit soll zum Beispiel verhindert werden, dass Account-Daten registrierter Uber-Fahrer von anderen genutzt werden. Die neue Sicherheitsfunktion wurde auch in Österreich eingeführt, bestätigte Uber auf APA-Anfrage.
 
 

Uber setzt jetzt auf "gläserne" Fahrer

Beim "Real Time ID Check" werden Fahrer "von Zeit zu Zeit" aufgefordert, mit ihrem Smartphone ein Selfie aufzunehmen, das dann mit dem verifizierten Profilfoto abgeglichen wird. Dies könne sowohl beim Anmelden in der Fahrer-App als auch zwischen einzelnen Fahrten passieren, erläuterte Uber am Dienstag. Die Fahrer werden also quasi "gläsern". Stimmen die Bilder nicht überein, werde das Fahrer-Konto vorsorglich gesperrt und erst nach einer Prüfung wieder freigeschaltet. Die Identitätsprüfung werde normalerweise in unregelmäßigen Abständen ausgelöst - aber auf jeden Fall dann, wenn Passagiere eine Abweichung zwischen dem Profilbild des Fahrers und seinem Aussehen erkennen und melden.
 
 

Maßnahme soll Vertrauen schaffen

Alternativ zum biometrischen Abgleich können sich die Fahrer auch für eine Online-Überprüfung durch einen Service-Mitarbeiter von Uber entscheiden. Wer der neuen Regelung nicht zustimmt, darf keine Personen mehr transportieren. Die international eingeführte neue Funktion könnte Uber auch helfen, das Vertrauen der Behörden in London wiederzugewinnen. Dort hatte Uber erneut seine Lizenz verloren, weil der Verkehrsbehörde Transport for London zufolge auch nicht-autorisierte Fahrer Passagiere befördern konnten. Das sei in mindestens 14.000 Fällen passiert.