VW baut seinen Uber-Gegner "Moia" aus

Offensive bei Fahrdienst

VW baut seinen Uber-Gegner "Moia" aus

Nutzer des "Ride-Pooling"-Konzepts können Elektro-Shuttle per App bestellen.

VW  setzt die Offensive bei seinem Motilitätsdienst Moia fort. Wie nun bekannt wurde, bekommt der Fahrdienst-Vermittler Gett 80 Mio. Dollar (68,0 Mio. Euro) frisches Geld von Volkswagen und anderen bisherigen Investoren. Das Start-up sei dabei mit 1,4 Mrd. Dollar bewertet worden, sagte Gründer und Chef Dave Waiser dem Technologieblog "TechCrunch". Es ist das erste Mal, dass eine Bewertung von Gett veröffentlicht wird.

VW will Gett in Moia integrieren

Volkswagen hatte vor zwei Jahren  300 Mio. Dollar in die Firma aus Israel investiert . Gett soll ein zentraler Baustein des VW-Geschäftsbereichs für Mobilitätsdienste unter der Marke Moia werden. Das Start-up sei inzwischen in 120 Städten aktiv, sagte Waiser. Die größten Märkte seien New York, London und Moskau.

© Volkswagen
Die Moia-Buchung erfolgt per App.

Moia setzt auf "Ride-Pooling"-Konzept

Erst Anfang März baute die VW-Tochter  Moia  ihren Shuttle-Dienst in Hannover aus. Die Flotte wurde von 20 auf 35 Fahrzeuge aufgestockt. Auch die Anzahl der Testnutzer wird seither "sukzessive erhöht". Derzeit nutzen knapp 2.000 Tester den Service des "Ride-Pooling"-Konzepts, bei dem Passagiere mit ähnlichen Zielen sich einen Wagen teilen. Seit dem Start im Oktober 2017 hätten die Menschen in Hannover insgesamt 100.000 Fahrten gebucht. Das Testgebiet ist früheren Angaben zufolge 90 Quadratkilometer groß.
 

Elektro-Shuttle wird per App gebucht

Volkswagen will mit Moia zu einem der führenden Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen aufsteigen. Die Tester können den Shuttle-Service per Smartphone-App buchen und bezahlen, ein spezieller Algorithmus bündele Anfragen verschiedener Kunden mit gleicher Richtung. Mit der Ausweitung des Tests komme Moia dem Realbetrieb eines kommerziellen Angebots näher. Indem sich mehrere Menschen ein Fahrzeug teilten, verringere sich die Zahl der Autos auf der Straße - das bedeute weniger Staus, Lärm und Abgase.
 
So sieht das E-Shuttle von Moia aus.
 
Der Test in Hannover sei ein wesentlicher Baustein für den Shuttle-Service in Hamburg, der den Angaben zufolge Ende 2018 oder Anfang 2019 starten soll. Für das dortige Projekt entwickelte Moia ein vollelektrisches Fahrzeug mit Platz für sechs Passagiere.
 
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