VW legt weitere Sonderschichten ein

Verkaufsrekorde

VW legt weitere Sonderschichten ein

Europas größter Autobauer surft auf der Erfoglgswelle.

Der deutsche Autokonzern Volkswagen nähert sich in großen Schritten der Weltmarktspitze: Von Jänner bis Mai verkaufte Europas größter Autobauer weltweit knapp 3,4 Millionen Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Skoda, Seat sowie der Nutzfahrzeugsparte, 14,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Wolfsburger Konzern am Freitag mitteilte. Hochgerechnet aufs Jahr könnte der Konzern damit heuer erstmals über acht Millionen Fahrzeuge absetzen und würde den angeschlagenen Rivalen Toyota überholen. Der japanische Konzern wird seine Pole Position heuer wegen der Erdbebenkatastrophe voraussichtlich abgeben müssen. VW würde um einen Platz auf Rang zwei vorrücken.

Sonderschichten
Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, plant VW auch im dritten Quartal in seinem Stammwerk Wolfsburg zusätzliche Schichten. Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte der "Braunschweiger Zeitung", für das dritte Quartal würden derzeit Sonderschichten vereinbart. Auch in den Werksferien im Sommer wird in Wolfsburg weiter gearbeitet.

Investitionen
Osterloh forderte zugleich Investitionen in den Karosseriebau bei der Golf -Fertigung in Wolfsburg, um flexibler auf die Nachfrage reagieren zu können. Wegen Engpässen dort könne die Golf -Produktion in Wolfsburg nicht erhöht werden. "Deshalb fordern wir, bevor wir darüber reden, Stückzahlen nach Nordamerika zu geben, dass wir die Investitionen für eine höhere Flexibilität im Karosseriebau bekommen - und damit nachhaltige Sicherheit für die Arbeitsplätze."

Noch mehr Infos über VW finden Sie in unserem Marken-Channel.

Neues US-Werk
Der Betriebsrat hatte bereits in der vorigen Woche bei einer Betriebsversammlung vor Produktionsverlagerungen in die USA gewarnt. VW hatte Ende Mai in Chattanooga in den USA ein neues Werk eröffnet, in dem eine abgespeckte Version des Passat für den US-Markt vom Band rollt, die billiger produziert und verkauft wird als in Deutschland. Die neue Fabrik soll zunächst 150.000 Autos pro Jahr bauen, könnte aber noch erweitert werden. VW will bis spätestens 2018 größter und profitabelster Autobauer der Welt werden und fährt daher weltweit auf Expansionskurs.