VW-Skandal: Neuer Verbrauchstest kommt

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VW-Skandal: Neuer Verbrauchstest kommt

EU drängt bei der Umsetzung eines neuen Messverfahrens zur Eile.

Nach Bekanntwerden der Affäre um manipulierte Abgaswerte bei VW-Dieselfahrzeugen hat die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten aufgefordert, schnell ein neues Testverfahren in Europa einzuführen. "Die Öffentlichkeit würde uns nicht vergeben, wenn wir das nicht tun", sagte EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska am Donnerstag beim Treffen der EU-Verkehrsminister in Luxemburg.

Übergangszeit
Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) zeigte sich zuversichtlich, dass die abschließenden Entscheidungen bis Ende des Jahres fallen werden und der neue Test dann nach einer Übergangszeit eingeführt werden kann.

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Mitte September war bekannt geworden, dass VW Abgaswerte von Dieselfahrzeugen durch eine Software manipuliert hatte, die bei Tests zu einem niedrigeren Schadstoffausstoß bei Stickoxiden als im Normalbetrieb führte. Betroffen sind nach bisherigen Angaben von VW elf Millionen Fahrzeuge weltweit.

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Reale Verbrauchswerte
Schon seit Jahren arbeitet die EU daran, einen neuen Test für Stickoxide einzuführen, es fehlen noch Vereinbarungen auf Expertenebene zu den genauen Untersuchungsbedingungen. Der Real Driving Emissions (RDE) genannte Test soll ab Jänner schrittweise eingeführt werden. Dabei wird der Stickoxid-Ausstoß unter echten Fahrbedingungen und nicht im Labor gemessen. Laut EU-Kommission ist der Test "robuster" als die bisherigen Labortests und kann "das Risiko, dass Testergebnisse in Zukunft manipuliert werden, minimieren". Der CO2-Ausstoß hingegen wird auch in Zukunft bei Dieselfahrzeugen weiter unter Laborbedingungen getestet.

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