VW verschifft Autos erstmals mit Flüssigerdgas

Neuer Super-Frachter

VW verschifft Autos erstmals mit Flüssigerdgas

200 Meter langer Autofrachter mit neuem Antrieb legte nach Übersee ab.

Während bei VW langsam aber sicher die ersten rein als Elektroautos entwickelten Modelle  ID.3  und  ID.4  auf die Straße rollen, will Europas größter Autobauer auch auf hoher See CO2 einsparen. Erstmals lässt  Volkswagen  Fahrzeuge aus Europa mit einem durch verflüssigtes Erdgas (LNG) angetriebenen Autofrachter nach Übersee verschiffen. Am Dienstagabend soll in Emden der 200 Meter lange Autotransporter "Siem Confucius" mit knapp 5.000 Fahrzeugen für Nordamerika in Richtung Veracruz im Golf von Mexiko auslaufen, wie die Konzernlogistik mitteilte.
 
Der Transporter sei umweltfreundlicher als Diesel und senke den Kohlendioxidausstoß um bis zu 25 Prozent. Stickoxid-Emissionen werden demnach um bis zu 30 Prozent, Rußpartikel um bis zu 60 Prozent und Schwefeloxid-Emissionen um bis zu 100 Prozent verringert.
 
 

Wie sauber ist der Antrieb wirklich?

Ein Klimavorteil durch die Technologie wird allerdings auch angezweifelt. Nach einem Bericht des Internationalen Rats für sauberen Transport (ICCT) führt ein LNG-Antrieb zu 70 bis 80 Prozent höheren Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichem Schiffsdiesel. Grund sei das aggressive Klimagas Methan, das beim Betrieb austritt. Über einen Zeitraum von 20 Jahren seien die LNG-Schiffe deshalb klimaschädlicher als herkömmliche Frachter.
 
Die Konzernlogistik organisiert weltweit rund 7700 Schiffsabfahrten jährlich und verschifft 2,8 Millionen Neuwagen. Die "Siem Confucius" ist der erste von zwei für VW gebauten LNG-Autofrachtern. Neben flüssigem, tiefgekühltem Erdgas könnten diese zukünftig auch mit Biogas oder E-Gas aus regenerativen Quellen betrieben werden, heißt es in der Mitteilung.
 
 
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