Was heimische Autofahrer wirklich nervt

Jährliche Studie ist da

Was heimische Autofahrer wirklich nervt

Blockieren von Fahrspuren und das Nicht-Einordnen-lassen als größte Aufreger.

Alle Jahre wieder zeigt ein großer Versicherungsanbieter in einer Studie , was heimische Autofahrer nervt, was sie als gefährlich einschätzen und womit sie trotz Nichterlaubnis leben können. In diesem Jahr zeigt sich unter anderem, dass vor allem Verkehrssünden wie bei Dämmerung ohne Licht zu fahren oder den Rechtsvorrang zu missachten von Österreichs Autofahrern als besonders riskant eingestuft werden. Die größten Aufreger sind laut der am Mittwoch veröffentlichten Generali Autostudie 2016 (2.000 Befragte) jedoch das Blockieren von Fahrspuren und das Nicht-Einordnen-lassen.

Zu den gefährlichsten Verhaltensweisen zählen für 81 Prozent, bei Dämmerung ohne Licht unterwegs zu sein, ebenso oft wurde die Missachtung des Rechtsvorrangs genannt und mit nur einen Prozentpunkt weniger folgt das Hantieren mit dem Mobiltelefon. Letzteres wird dennoch vor allem von jüngeren Autolenkern praktiziert: 37 Prozent der Unter-30-Jährigen lesen SMS und Mails während der Fahrt.

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Grafik (c) Generali

Was stark und was weniger nervt

Am meisten nervt (74 Prozent) das grundlose Blockieren der linken oder mittleren Spur auf Autobahnen. Knapp dahinter folgt das Missachten des Reißverschluss-Systems beim Einordnen (73 Prozent). 70 Prozent nannten jene Autofahrer, die sich schnell aufregen und wild hupen.

Am wenigsten fühlen sich die Österreicher von jenen Verhaltensweisen gestört, die sie nach eigenen Angaben selbst am häufigsten an den Tag legen: Schnell fahren bzw. Rasen nervt lediglich 24 Prozent der Österreicher – 27 Prozent passiert dies selbst hin und wieder.

Männer und Frauen ticken unterschiedlich

Dabei gibt es zum Teil deutliche Unterschiede unter den Geschlechtern: 70 Prozent der Männer stören jene Autolenker, die Kreuzungen blockieren, bei den Frauen sind es lediglich 64 Prozent. Weibliche Befragte nannten am häufigsten wild gestikulierende Autofahrer (76 Prozent) als Ärgernis, was nur für 64 Prozent der Männer ein Thema ist.

Zu den drei am häufigsten genannten eigenen "gelegentlichen" Vergehen im Straßenverkehr zählen das überhöhte Tempo (gesamt: 27 Prozent, Männer 32, Frauen 22 Prozent), in eine Kreuzung bei gelber oder roter Ampel einfahren (25 Prozent) und am Steuer mit dem Handy hantieren (19 Prozent).

Tiroler sind gern schnell unterwegs

Im Bundesländervergleich sind die Tiroler (31 Prozent) am ehesten zu flott unterwegs, gefolgt von den Niederösterreichern (30 Prozent), den Salzburgern und Kärntnern (je 28 Prozent). Beim Missachten des Ampel-Signals liegen die Vorarlberger und Salzburger (je 30 Prozent) zusammen mit den Steirern (29 Prozent) im Spitzenfeld. Die Salzburger (27 Prozent) und Kärntner (24 Prozent) trennen sich auch am Steuer äußerst ungern vom Handy.