Elektrotanköffnung beim Betanke eines roten Teslas.

Autokauf 2020

Was beim Autokauf 2020 wichtig ist

Klischeehaft könnte man behaupten, dass der Autokauf der Schuhkauf des Mannes ist.

Die Auswahl ist riesig, es gibt so viele Details zu berücksichtigen, so viele Überlegungen zu machen, als dass der Autokauf binnen weniger Stunden über die Bühne gehen kann. Immerhin ist dies eine Anschaffung für die kommenden Jahre, sodass nichts übereilt werden sollte. Aber können Autokäufer schon im Vorfeld einige Punkte klären, um sich selbst die Auswahl zu erleichtern? Dieser Artikel schaut sich das einmal an. 
 
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Autokäufer sollten sich 2020 vor dem Kauf einige wichtige Fragen stellen.
 
Wie hoch ist mein Budget?
 
Fakt ist, nur die wenigsten Autokäufer können aus dem Vollen schöpfen. Die finanziellen Möglichkeiten spielen eine ungemein wichtige Rolle und können im Ernstfall auch bedeuten, dass aus dem gewünschten Porsche doch nur ein alter Käfer wird. Natürlich werden die meisten Fahrzeuge – ob neu oder gebraucht – finanziert, dennoch spielt das Budget für den Finanzierungsrahmen eine sehr wichtige Rolle. Daher gilt: 
 
- Einnahmen-Ausgaben – zuerst sollten Autointeressenten ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben auflisten und gegenüberstellen. Der Betrag, der nun übrigbleibt, stellt das maximale Budget für die monatliche Rate dar. Allerdings darf dieser Betrag niemals ausgereizt werden, da sonst kein Puffer für ungeplante Reparaturen zur Verfügung steht. 
- Eigenkapital – wie viel Geld ist als Eigenkapital vorhanden? Bei jeder Finanzierung kann durchaus ein Teil der Kaufsumme selbst gestemmt werden. Doch auch bei den Ersparnissen gilt die Weisheit, sie niemals vollständig zu nutzen. 
 
Aus dieser Rechnung ergibt sich oft schon ein relativ klares Bild. Nun stellt sich die Frage, ob es ein Neuwagen sein muss, oder auch ein Gebrauchtwagen sein darf. Ist das Budget relativ knapp und blieben unter Berücksichtigung der Finanzierungsrate monatlich nur noch 200,00 Euro übrig, so empfiehlt sich der Kauf eines Gebrauchtwagens. Alternativ könnte eine sehr langfristige Finanzierung überlegt werden, wobei bei dieser durch die lange Laufzeit natürlich die Kosten steigen. Darüber hinaus sollten Autokäufer einen Autokredit online aufnehmen, um Konditionen vergleichen zu können und somit zusätzlich zu sparen. Eine Gegenüberstellung mit dem Angebot der Händlerfinanzierung lohnt sich ebenfalls. 
 
Welche Art von Auto wünsche ich mir? 
 
Viele Menschen haben ein Traumauto vor Augen. Doch ist dieses Modell oft in einer Traumwelt existent, die mit dem Alltag nichts zu tun hat. Ein echter Porsche mag in der Vorstellung perfekt sein, doch sollen in dem Traumwagen Kinder, Einkäufe und der Familienhund transportiert werden, platzt der Traum. Grundsätzlich ist es wesentlich wichtiger, sich zu fragen, wofür das Auto benötigt wird, als sich auf dessen Art zu konzentrieren: 
 
- Nutzung – zu welchen Zwecken wird das Auto genutzt? Hierbei stellt sich natürlich die Frage der Familienhintergründe. Ein Zweitwagen, der fast ausschließlich für kleine Touren und zum Einkaufen genutzt wird, kann kleiner ausfallen als der Erstwagen, der beruflich notwendig ist, aber auch für Urlaubsfahrten genutzt werden soll. 
- Vorstellung – die persönliche Vorstellung ist immens wichtig. Gibt es Automarken, mit denen zuvor gute oder schlechte Erfahrungen gemacht wurden? 
- Reale Erfahrungen – dieser Punkt ist niemals zu vernachlässigen. Gibt es im Bekanntenkreis eventuell ein Auto, das einem selbst besonders positiv auffiel? Eventuell gar in einer Familie, die eine sehr ähnliche Konstellation hat? 
 
Wer diese Schritte nicht gehen möchte, sondern gezielt nach Kleinwagen, SUV oder Kombis schaut, der sollte trotzdem mal in seinem Bekanntenkreis nachfragen, welche Erfahrungen mit einigen Modellen in der Praxis gemacht worden sind. Gerade das Fassungsvermögen eines SUV wird von Familien gerne überschätzt. Oft passt in den Wagen wesentlich weniger als in einen herkömmlichen Kombi. 
Verbrenner oder Elektroauto? 
 
Als wäre die Autosuche nicht kompliziert genug, kommt nun die Frage der Motorisierung hinzu. Mittlerweile ist es recht verständlich, den Verbrennungsmotor nicht als das Nonplusultra zu betrachten, sondern auch den Elektroantrieb mit in Betracht zu ziehen: 
 
- Verbrauch – auf die Dauer gesehen ist das E-Auto günstiger als ein Verbrenner. Gerade die Unabhängigkeit von den Benzinpreisen ist vorteilhaft. 
- Förderung – die Anschaffung von E-Autos wird in Österreich gefördert. Welche Mittel allgemein zur Verfügung stehen und wie beim Kauf mitgeholfen wird, hängt allerdings von den Bundesländern ab. 
Auf der anderen Seite leidet das E-Auto noch unter den Schwachstellen, die durch die kurze Zeitspanne, in der es diese Modelle gibt, hervorgerufen werden. Insbesondere die Ladesituation ist aktuell noch problematisch. Letztendlich gibt es mehr Tankstellen als Ladestationen, obgleich diese immer weiter ausgebaut werden. Wer mit dem Gedanken spielt, ein E-Auto anzuschaffen, der sollte folgende Punkte prüfen: 
 
- Reichweite – wie viele Kilometer werden täglich gefahren? Die Reichweite ist das wichtigste Element in allen Rechnungen, da sie bestimmt, wie häufig eine Ladestation aufgesucht werden muss. 
- Beruflich – etliche Unternehmen errichten mittlerweile Ladestationen für ihre Mitarbeiter. Ist dies im eigenen Fall so, fällt die Ladeproblematik weg. 
- Zu Hause – Eigenheimbesitzer haben bislang stets den Vorteil. Sie können auch eine Schnellladestation, eine Wallstation, installieren. Allerdings sollte die Installation immer fachmännisch erfolgen, das Laden über die Steckdose ist ungünstig. Mieter oder Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern haben diesbezüglich Klärungsbedarf. Sie dürfen nicht ohne Weiteres eine eigene Ladestation errichten. 
- Parken – auch dies kann bei einem E-Auto ein Problem sein. Die heimische Ladestation muss auf dem Grundstück, möglichst in der Garage, errichtet werden. Wer keinen festen Parkplatz besitzt oder gar am Straßenrand parken muss, der kann sein Auto zu Hause nicht aufladen. Das Unfallrisiko für Passanten ist aufgrund des Ladekabels zu hoch. 
Zuletzt muss gesagt werden, dass der Kaufpreis eines E-Autos im Vergleich zu ähnlichen Verbrennern höher liegt. Bezüglich der Finanzierung spielt dieses Argument natürlich auch eine Rolle. 
 
Auch Elektroautos sollten heute in die möglichen Modelle einbezogen werden. 
 
Fazit – den Kauf gut vorbereiten
 
Ein Autokauf sollte allgemein gut vorbereitet werden. Hierzu zählt, die eigenen Finanzen und finanziellen Möglichkeiten zu kennen, damit eine Finanzierung mit einem ausreichend großen Puffer abgeschlossen werden kann. Doch auch die eigenen Wünsche und Notwendigkeiten müssen bedacht werden. Letztendlich ist das Auto für die meisten Menschen ein Gebrauchsgegenstand, der im Alltag unterstützend wirken soll. Eigene Träume passen häufig nicht in dieses Bild. Ob die Wahl später auf ein E-Auto oder ein Auto mit herkömmlichen Antrieben fällt, kann und muss letztlich jeder für sich entscheiden. Doch auch in dieser Beziehung gilt, dass die äußeren Umstände berücksichtigt werden müssen.