Skodas neuer Golf-Ableger heißt Scala

Rapid-Nachfolger

Skodas neuer Golf-Ableger heißt Scala

Auf dem soeben zu Ende gegangenen  Pariser Autosalon 2018 hat Skoda mit der Studie Vision RS (siehe auch Story unten) einen konkreten Ausblick auf den Nachfolger des Rapid Spaceback gegeben. Bereits Anfang Dezember wird das Serienmodell, das bereits im Frühjahr 2019 in den Handel kommt, präsentiert.  Als Zwischenschritt haben die Tschechen nun den Namen  und Teaser-Fotos des Newcomers veröffentlicht. Dieser ist auch der erste echte Golf-Gegner der Marke, denn der Octavia ist für ein Kompaktmodell zu groß und der Rapid mixte die Technik von Polo und Golf V. Natürlich soll er aber nicht im eigenen Konzern räubern, sondern vor allem Konkurrenten wie Kia Ceed, Hyundai i30, Peugeot 308, Renault Mégane, Opel Astra oder Ford Focus angreifen.

skoda-skala-teaser-960-off1.jpg © Skoda Der aus dem Lateinischem stammende Name bedeutet so viel wie „Treppe“ oder „Leiter“.

Silhouette orientiert sich an der Studie

Skodas neues Kompaktmodell heißt Scala und orientiert sich optisch stark an der 4,35 Meter langen Paris-Studie. Das komplette Fahrzeug bekommen wir zwar noch nicht zu Gesicht, dennoch zeigt das Teaser-Bild mit der Seitenansicht (ganz oben) die Grundform bereits sehr gut. Über technische Daten hält sich Skoda noch bedeckt. Das Vision RS Cockpit mit dem freistehenden Monitor auf der Mittelkonsole soll aber ebenfalls sehr nah an der Serie sein.

skoda-skala-teaser-960-off.jpg © Skoda Erstes Skoda-Modell in Europa mit Schriftzug statt Logo.

Schriftzug statt Logo

Die beiden weiteren Fotos verraten neben dem Namen auch noch, dass der Skala das erste europäische Serienmodell der Marke ist, bei dem anstelle des Logos der „Skoda“-Schriftzug mittig die Heckklappe ziert. Das soll hochwertiger wirken und auch das große Selbstbewusstsein von Skoda besser zum Ausdruck bringen. Auf anderen Märkten wie etwa in China wurde dieser Schritt bei diversen Modellen bereits vollzogen.

>>>Nachlesen: Vision RS -  So scharf wird der Rapid-Nachfolger

Im Rahmen der offiziellen Enthüllung Anfang Dezember werden dann alle Details vom Scala verraten. Bis dahin müssen wir uns noch mit den Infos über den Vision RS „begnügen“, der die Form des sportlichen Top-Modells Scala RS vorwegnehmen dürfte.

+++++++++++Hier folgen alle Infos von der Studie Vison RS++++++++++++

Design und Abmessungen

skoda-vision-rs-off.jpg © Skoda

Von den Abmessungen her passt der 4,35 m lange, 1,81 m breite und 1,43 m hohe Vision RS genau in die Kompaktklasse. Unter der schmucken Hülle kommt die Plattform zum Einsatz, auf der auch VW Golf, Audi A3 und Seat Leon stehen. Vor allem die Front des Vision RS ist ein absoluter Hingucker. Der große Grill ist tief nach unten gezogen und die flachen Scheinwerfer sorgen für einen bösen Blick. Die Seitenansicht wird von einer markanten Lichtkante knapp unterhalb der Seitenfenster, dem massiven Schweller, den ausgestellten Radhäusern und den riesigen Rädern geprägt. Der 2,65 Meter lange Radstand sorgt für kurze Überhänge. Das Heck dominieren ein Diffusor und ein markanter Dachkantenspoiler. Die Heckscheibe mit dem integrierten Skoda-Schriftzug erinnert etwas an den Volvo V30, der mittlerweile nicht mehr gebaut wird. Und auch die scharf geschnittenen Rückleuchten haben wir in dieser Form noch bei keinem Modell der Marke gesehen. Logo, Grillstreben und Schriftzug sind beleuchtet. Das sieht zwar cool aus, wird es aber nicht in die Serie schaffen. Gleiches gilt für die versenkten Türgriffe. Das Showcar setzt auf einen speziellen Effektlack mit Xyrallic-Kristallen, der den weißen Vision RS leicht bläulich schimmern lässt. Zahlreiche schwarze Carbon-Teile an der Karosserie (Kühlergrill, Front- und Heckspoiler, Außenspiegel, Seitenschweller, Luftein- und auslässe sowie Heckdiffusor) setzen nicht nur Kontraste, sondern bringen auch die bei RS-Modellen gewünschte Dynamik zum Ausdruck.

Cockpit

skoda-vision-rs-off1.jpg © Skoda

Das Interieur-Design orientiert sich stark am Innenraum der Studie Vision X, die Anfang 2019 als kleines SUV in Serie geht. Künftig werden die Cockpits aller Skoda-Modelle so ähnlich aussehen. Dominiert wird das Cockpit des Vision RS von einer horizontalen Instrumententafel mit Carbon-Elementen, die die Konturen des Kühlergrills aufnimmt. Auch Dekorleisten, Türverkleidungen, Sitzschalen und die Mittelkonsole mit integrierter Shift-by-Wire-Bedienung für das Doppelkupplungsgetriebe bestehen komplett aus Carbon. Der Hightechanspruch wird mit dem großen Touchscreen des Infotainmentsystems und dem volldigitalen Kombiinstrument erfüllt. Darüber hinaus gibt es – ähnlich wie bei den neuen, großen Audi-Modellen (Q8, A7, A6 und A8) – einen Touchscreen für die Steuerung der Klimaautomatik. Dieser sitzt ganz vorne in der Mittelkonsole und steigt leicht nach oben an. Insgesamt sind im Cockpit also drei große Displays verbaut.

Besonderheiten

skoda-vision-rs-off5.jpg © Skoda

Reine Show sind hingegen viele der verwendeten Materialien. So setzt das Dekor des Vision RS auf handgefertigtes und besonders geschliffenes Kristallglas der tschechischen Glasmanufaktur Lasvit. Die verwendeten Carbon-Fasern bestehen zu 100 Prozent aus recyceltem Polyester und die Sitzbezüge aus veganem Alcantara. Die Instrumententafel ist in einem speziellen RS-Design ausgeführt und wird von Lichteffekten illuminiert. Für den sportlichen Touch sorgen die Schalensitze, die von Rennwagen abgeschauten Türschlaufen sowie die Ablagefächer mit elastischen Gummizügen. Auch für die mit Alcantara bezogenen Sportsitze hat sich Skoda etwas Besonderes einfallen lassen. Bei ihnen kommen im oberen Bereich Carbontextilien aus vollständig recyceltem Polyestergarn zum Einsatz. Zudem darf auch ein bisschen Nostalgie nicht fehlen. So sollen die tschechischen Flaggen an den Seitenwangen an die Gründung der Tschechoslowakei vor 100 Jahren erinnern. Der Pralltopf des Sportlenkrads (inklusive Mittenmarkierung) weist ebenfalls viel Liebe zum Detail auf. Bei ihm setzt Skoda auf die gleiche Narbung aus kleinen Dreiecken, die auch das gesamte restliche Interieur prägt.

Stark, flott und sauber

skoda-vision-rs-off3.jpg © Skoda

Skoda verbaut in der Studie einen Plug-in-Hybrid-Antrieb, der den aus vielen Konzernmodellen bekannten 1,5-Liter-TSI mit 150 PS und einen Elektromotor mit 75 kW (102 PS) kombiniert. Gemeinsam entwickeln sie eine Systemleistung von 245 PS, mit der der Vision RS aus dem Stand in 7,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Insgesamt soll der Kompakt-Sportler nur 33 g/km CO2 ausstoßen. Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 13 kWh kann per Kabel in 2,5 Stunden an einer Ladestation geladen werden. An der Haushaltssteckdose dauert die Vollladung natürlich etwas länger. Weiters gewinnt der Plug-in-Hybrid auch während der Fahrt Energie zurück, die ebenfalls in die Batterie gespeist wird (Rekuperation). Laut den Entwicklern ist eine rein elektrische Reichweite von bis zu 70 Kilometern möglich. Insgesamt deutet alles darauf hin, dass künftig auch Serien-RS-Modelle wie zum Beispiel der Octavia RS 245 auf einen Plug-in-Hybridantrieb setzen werden.

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