"Mustang Mach E" mit Tesla-Cockpit

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Das ist Fords elektrischer Mustang-Crossover

Wie von Ford angekündigt, wurde am Montag (3:00 Uhr unserer Zeit) in Los Angeles der vom Mustang inspirierte Elektro-Crossover vorgestellt. Dieser hat nichts mit dem kürzlich präsentierten Prototyp des „echten“ Elektro-Mustangs zu tun. Dennoch trägt auch dieser Stromer die berühmte Bezeichnung des Ponycars im Namen. Fords elektrischer Crossover heißt nämlich Mustang Mach-E.

ford-mustang-mach-e-960-of2.jpg © Ford Motor Company

Design

Optisch erinnert der Stromer an einen hochgestellten Mustang mit SUV-Coupé-Silhouette. Die größten Gemeinsamkeiten gibt es an der Front. Hier setzt der Mustang Mach-E auf die für den Sportwagen typischen Elemente wie die gewölbte und leicht nach unten gebogene Haube mit zwei Powerdoms sowie schmale LED-Scheinwerfer inklusive Lichtsignatur mit drei Balken. Lediglich auf den Kühlergrill verzichtet der Stromer. Dessen Konturen sind zwar angedeutet, dennoch ist die Front fast komplett geschlossen. Auch Details des Heckdesigns des batterie-elektrischen Fahrzeugs erinnern an das Ponycar. So sind die Rückleuchten ebenfalls in drei Balken ausgeführt. Endrohre gibt es freilich nicht. In der Seitenansicht dominieren hingegen SUV-Coupé bzw. Crossover-Elemente. Hier erinnert der Mustang Mach-E mit seinen kurzen Überhängen, der ordentlichen Bodenfreiheit, der stark nach hinten abfallenden Dachlinie und den großen Rädern etwas an den Jaguar I-Pace. Alles in allem steht der Mustang Mach-E ziemlich selbstbewusst auf der Straße. Neben dem Jaguar zählen auch Modelle wie Mercedes EQC, Audi e-tron und Tesla Model X zu den anvisierten Rivalen.

ford-mustang-mach-e-960-of3.jpg © Ford Motor Company

Cockpit wie im Tesla

Apropos Tesla. Von dessen E-Autos haben sich die Ford-Designer beim Cockpit inspirieren lassen. So prangt ein 15,5 Zoll großer Touchscreen im Hochformat am Armaturenbrett. Dieser ist sowohl vom Fahrer wie auch vom Beifahrer gut erreichbar. Über das Display werden fast alle Funktionen (Klimaanlage, Navi, Soundsystem, vorderer Kofferraum, Fahrmodi, etc.) gesteuert. Manuelle Knöpfe und Drehregler gibt es nur mehr vereinzelt – z.B. für Licht, Parkbremse und Fensterheber. Über den unterhalb des Monitors sitzenden Drehregler wird die Lautstärke geregelt. Zudem kommt man mit einem Druck darauf ins Hauptmenü zurück. Auf der Mittelkonsole gibt es einen weiteren Drehknopf, über den das Getriebe gesteuert wird. Hinterm Multifunktionslenkrad verbaut Ford ein weiteres (schmales) Display, das die Aufgaben des Kombiinstrumentes übernimmt. Hier werden alle fahrrelevanten und elektrospezifischen Informationen (Geschwindigkeit, Reichweite, etc.) angezeigt. Eine Sprachsteuerung ist auf Wunsch via Amazons Alexa möglich. Dank ständiger Internet-Anbindung werden Updates „over the air“ in den Mustang Mach-E gespielt. Darüber hinaus können Fahrer ihre Fahrstrecke bereits am Smartphone planen und diese direkt ins Fahrzeug schicken. Eine WLAN-Hotspot-Funktion ist ebenfalls serienmäßig an Bord.

ford-mustang-mach-e-960-of1.jpg © Ford Motor Company

Platzangebot

Dank der Elektroauto-Plattform soll das Platzangebot vorne wie hinten hervorragend sein. Neben dem Kofferraum unter der vorderen Haube ("Frunk") gibt es auch ein herkömmliches Gepäckabteil, das über eine breite, weit nach oben aufschwingende Klappe ziemlich einfach beladen werden kann. Zudem nutzt das hintere Ladeabteil den genialen Trick, den wir bereits vom neuen Puma kennen. So gibt es unter dem eigentlichen Kofferraum noch eine Plastikwanne inklusive Abfluss. Wenn man darin dreckiges Zeugs transportiert, kann man sie nachher einfach mit dem Gartenschlauch ausspülen. Genaue Abmessungen und das Ladevolumen hat Ford noch nicht verraten.

ford-mustang-mach-e-960-of6.jpg © Ford Motor Company

Antrieb

Da der Elektro-Crossover zur Mustang-Familie zählt, spricht Ford von einem Performance-Auto. Die Kunden können sich für mehrere Antriebsvarianten entscheiden. Die Standardausführung des Mustang Mach-E setzt auf einen 258 PS starken Elektromotor, der die Hinterräder antreibt. Auf Wunsch gibt es noch eine zweite E-Maschine, die die Vorderräder antreibt. Diese Allradversion bringt es auf eine Leistung von 338 PS. Bei der Batterie können sich die Kunden für eine Kapazität von 75 kWh oder 99 kWh entscheiden. Die WLTP-Reichweite gibt Ford beim kleineren Akku mit 480 Kilometer, beim größeren mit bis zu 600 Kilometer an. Per Schnellladung sollen die Fahrer innerhalb von 10 Minuten Energie für etwas mehr als 90 Kilometer nachladen können. Damit eignet sich der Mustang Mach-E auch für weitere Etappen. In Bezug auf die Fahrleistungen hält sich Ford noch bedeckt. Mit einer Ausnahme: Hinzu kommt – voraussichtlich ab Anfang 2021 – eine spezielle Performance-Variante: Der Mustang Mach-E GT kombiniert 342 kW (465 PS) mit zirka 830 Nm und beschleunigt in unter fünf Sekunden auf Tempo 100.

ford-mustang-mach-e-960-of7.jpg © Ford Motor Company

Verfügbarkeit

Für die Veröffentlichung der fehlenden Daten (Abmessungen, Fahrleistungen, etc.) hat Ford noch etwas Zeit. Denn der Mustang Mach-E rollt erst Ende 2020 -  also in gut einem Jahr – zu den Händlern. Bis dahin werden auch noch die genauen Preise definiert. Eines steht aber bereits fest: Das Basismodell soll unter 50.000 Euro kosten. Damit unterbietet der Elektro-Crossover die genannten Konkurrenten deutlich. In den USA geht es bereits ab knapp 44.000 Dollar (knapp 40.000 Euro) los. Damit rangiert der Mustang Mach-E auf Augenhöhe mit Teslas kommendem Kompakt-SUV Model Y, das ab 2021 auch in Deutschland gebaut wird.

Noch mehr Infos über Ford finden Sie in unserem Marken-Channel

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