So funktioniert VWs car2go-Gegner

Elektro-Carsharing

So funktioniert VWs car2go-Gegner

Wie berichtet, hat VW am Donnerstag bei der Vorstellung seiner großen Digitalisierungs-Offensive auch den Start eines neuen Carsharing-Angebots namens „We Share“ angekündigt. Dieses startet zunächst zwar nur in Berlin, soll nach und nach aber auf weitere deutsche, amerikanische und europäische Großstädte ausgeweitet werden. Gut möglich, dass der car2go- und DriveNow-Gegner auch nach Österreich kommt. Deshalb haben wir uns das neue Angebot einmal etwas genauer angesehen.

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Reine Elektro-Flotte

Los geht es im kommenden Jahr in Berlin. Im Gegensatz zu den beiden Hauptkonkurrenten setzt VW auf eine reine Elektro-Flotte. Konkret wird "We Share" im zweiten Quartal 2019 mit zunächst 1.500 e-Golf starten, später sollen 500 e-Up! hinzukommen. Dann können die Kunden in Berlin insgesamt 2.000 reine Stromer nutzen.

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Zielgruppe

"Junge, urbane Nutzer" sollten für die Elektromobilität begeistert werden, erklärte Volkswagen. Berlin sei dabei ein idealer Markt und habe das größte Potenzial. Nach der Hauptstadt will VW seinen Carsharing-Dienst auch in anderen deutschen Großstädten anbieten. Außerdem sei ab 2020 eine Ausweitung auf "europäische Kernmärkte" und ausgewählte Städte in den USA und Kanada geplant, teilte der Autobauer mit. Er hat dabei Städte mit mehr als einer Million Einwohner im Blick. In Österreich käme also Wien in Frage.

vw-carsharing-we-share-960.jpg © Volkswagen e-Golf im "We Share"-Design im Zentrum von Berlin.

Per App und Free Floating

„We Share“ ist der erste Dienst im neuen Ökosystem „Volkswagen We“, der sich an Nicht-Autobesitzer wendet. Mit dem Angebot soll auch Werbung für die nach wie vor nur langsam in Gang kommende Elektro-Mobilität gemacht werden. Wie Daimler und BMW setzt VW auf ein sogenanntes Free Floating Carsharing, bei dem der Kunde die Autos im Stadtgebiet überall abstellen (und finden) kann. Es gibt also keine fixen Stellplätze, an die die Carsharing-Autos zurückgebracht werden müssen. Die gesamte Abwicklung erfolgt per App. Nach einmaliger Registrierung wird am Smartphone angezeigt, wo das nächste Auto steht, die Fahrzeuge werden auch über die Anwendung aufgesperrt und die Abrechnung erfolgt ebenfalls via Handy. Die Preise hat der Hersteller noch nicht verraten.

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Wachstumsmarkt

VW rechnet mit einem wachsenden Markt für das Carsharing. Für Europa gingen die niedrigsten Prognosen von einem jährlichen Wachstum von 15 Prozent aus, erklärte Volkswagen. "Wir werden den Markt weiterentwickeln und diese Mobilitätsformen für eine noch breitere Nutzergruppe erschließen." Derzeit testet VW mit seiner Submarke Moia bereits einen Mobilitätsdienst, der ähnlich wie Uber und Co funktioniert. Ob sich "We Share" auf dem hart umkämpften Markt etablieren kann, wird sich zeigen. VW dürfte im Vergleich zu manch kleinem Anbieter aber einen ziemlich langen Atem haben.

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