Alle Infos vom Facelift

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VW macht Passat zum Hightech-Auto

In Zukunft muss der Passat in seinem Stammwerk den Elektroautos Platz machen. Bevor es soweit ist, bekommt die aktuelle, mittlerweile achte Generation aber noch ein großes Facelift. Dieses feiert im Rahmen des Automobil-Salons in Genf (7. bis 17. März 2019) seine Weltpremiere und kommt im Oktober in den Handel. Der Vorverkauf in Österreich startet im Juli. Kurz vor der Präsentation hat Volkswagen nun erste offizielle Infos und Fotos vom „neuen“ Passat veröffentlicht. Vom Update profitieren Limousine, Variant (Kombi) und Alltrack (Offroad-Kombi) gleichermaßen. Die Überarbeitung soll auch die zuletzt stark zurückgegangenen Verkaufszahlen wieder in die Höhe treiben.

vw_Passat_2019-960-fl10.jpg © Volkswagen AG Passat GTE Limousine

Design

Bei VW halten sich die optischen Änderungen bei einem Facelift stets in engen Grenzen. Das hängt vor allem mit dem zeitlosen Design der Modelle zusammen. Da macht auch der Passat keine Ausnahme. An der Front bekommt das Mittelklasse-Modell überarbeitete Scheinwerfer mit markantem LED-Tagfahrlicht-Lidstrich, einen etwas breiteren Kühlergrill sowie einen neu gezeichneten Stoßfänger. Beim Plug-in-Hybridmodell (GTE) kommt noch ein etwas eckiger gestaltetes Tagfahrlicht in C-Form hinzu. Optional bietet VW die interaktiven „IQ.LIGHT – LED-Matrixscheinwerfer“ an. Diese waren bislang ausschließlich für den aktuellen Touareg erhältlich. Am Heck gibt es eine neue Leuchtengrafik, einen nun mittig angeordneten Passat-Schriftzug sowie einen modifizierten Stoßfänger. Neue Leichtmetallräder von 17 bis 19 Zoll und Außenfarben wie „Lapiz Blue“, „Bottlegreen“ und „Sandgold“ runden die optische Verjüngungskur ab. An der Grundform und an den Abmessungen ändert sich nichts: Der bei uns deutlich beliebtere Variant misst 4,76 x 1,83 x 1,46 Meter und bietet ein Kofferraumvolumen von 639 bis 1.769 Liter.

vw_Passat_2019-960-fl7.jpg © Volkswagen AG Technisch und optisch aufgewertetes Cockpit.

Innenraum

Im Cockpit gab es auch keinen allzu großen Handlungsbedarf. Auffälligste Änderung ist der Entfall der Analoguhr oberhalb der Mittelkonsole. Hier findet sich nun ein hinterleuchteter Passat-Schriftzug sowie der Schalter für die Warnblinkanlage. Wie bisher gibt es auf Wunsch diverse Multimediasysteme mit einem bis zu 9,2 Zoll großen Touchscreen und die virtuellen Instrumente. Letztere profitieren nun aber von der dritten Generation des Modularen Infotainmentbaukasten (MIB3). Gegenüber dem Vorgängersystem („Active Info Display“) wurden die digitalen Instrumente weiterentwickelt. Die Grafiken werden auf dem kontrastreicheren Display klarer dargestellt. Zudem können nun drei verschiedenen Display-Konfigurationen über das neue Multifunktionslenkrad aktiviert werden. Apropos Lenkrad: Dieses hat ein absolutes Novum zu bieten. Es ist erstmals kapazitiv ausgeführt, registriert so die Berührung durch den Fahrer und bildet eine interaktive Schnittstelle zu Systemen wie dem „Travel Assist“ (siehe unten). Die horizontalen Lüftungsdüsen, die sich über das gesamte Cockpit erstrecken, bleiben erhalten. In der Mittelkonsole kommt ein offenes, größeres Ablagefach mit optional induktiver Schnittstelle für Smartphones und daneben platziertem USB-C-Anschluss zum Einsatz. Neue Materialien, Türverkleidungen,  Farbkombinationen, Dekore und Sitzbezüge sollen den ohnehin sehr hochwertigen Eindruck noch einmal verbessern.  

vw_Passat_2019-960-fl9.jpg © Volkswagen AG "Neuer" Passat Alltrack

Autonom, immer Online und Smartphone als Schlüssel

Besonders stolz sind die Entwickler auf den bereits erwähnten Travel Assist, der im Passat seine Weltpremiere feiert. Als erster Volkswagen werden die Limousine und der Variant mit diesem neuen "IQ.DRIVE"-System teilautomatisiert mit jeder beliebigen Geschwindigkeit (0 bis 210 km/h) fahren können. Dieser teilautonome Fahrassistent hält automatisch die Spur sowie den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug, beschleunigt auf das Wunschtempo und bremst bei Bedarf bis zum Stillstand ab. Setzt sich die Kolonne wieder in Bewegung, fährt der Passat von alleine los. Die Hand des Fahrers muss dabei aber trotzdem stets am (kapazitiven) Lenkrad bleiben. Ebenfalls sein Debüt im Passat feiert der „Emergency Steering Assist“. Das System soll via Bremseingriff die Sicherheit bei Ausweichmanövern erhöhen. Verbessert wurde durch eine neue Multifunktionskamera zudem die Spurführung des „Lane Assist“.

vw_Passat_2019-960-fl4.jpg © Volkswagen AG Statt der Analog-Uhr gibt es einen hinterleuchteten Passat-Schriftzug.

Immer Online und Smartphone als Schlüssel

Dank dem MIB3 bietet „App Connect“ – die Schnittstelle für die Integration von Smartphone-Apps – erstmals bei VW die kabellose Integration von iPhone-Apps über Apple CarPlay an. Fortan ist der Passat zudem auf Wunsch permanent online, da die neuen Infotainmentsysteme serienmäßig mit einer integrierten SIM-Karte ausgestattet sind. Neben verbesserten navigationsbezogenen Diensten mit Echtzeitinformationen erschließen sich dadurch neue Technologien und Angebote, Musik-Streaming-Dienste, Internet-Radio, eine (online-basierte) Sprachbedienung, die Nutzung der Online-Dienste von „Volkswagen We“ sowie die künftige cloudbasierte Mitnahme von Fahrzeugeinstellungen (VW ID). Wenn mehrere Fahrer mit einem Passat unterwegs sind, können sie in der VW ID ihre Einstellungen speichern. Dann stellen sich Radio, Klima, Sitze, Spiegel immer automatisch auf den jeweiligen Fahrer ein. Kompatible Smartphones werden sich zudem in einen „Mobile Key“ zum Öffnen und Starten des Fahrzeugs verwandeln lassen.

vw_Passat_2019-960-fl6.jpg © Volkswagen AG Passat Variant R-Line

Antriebe

Weiterentwickelt wurde auch das Antriebsspektrum. Alle verfügbaren  TSI- und TDI-Motoren erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Generell ist  jeder „neue“ Passat mit einem Partikelfilter ausgestattet – egal ob Benziner oder Diesel. Kilometerfresser werden sich über den neuen 2.0 TDI Evo freuen. Dabei handelt es sich um einen auf Effizienz getrimmten Turbodiesel mit 150 PS, der voraussichtlich 10 g/km weniger CO2 erzeugt, als der vergleichbare Motor im Vorgänger. Der 2.0 TDI Evo gilt als Vorreiter einer neuen Dieselmotoren-Generation. Zum weiteren Antriebsspektrum gehören zwei Benziner (TSI) mit 150 PS und 190 PS sowie drei Diesel (TDI). Letztere entwickeln 120 PS, 190 PS und 240 PS. Neben den Frontantriebsversionen wird es auch wieder Allradvarianten (4Motion) geben. Als Alternative zum 6-Gang-Schaltgetriebe bietet VW für alle Motoren ein Doppelkupplungsgetriebe an (DSG). Die größte Aufwertung erfährt der Passat GTE. Das Plug-In-Hybridmodell mit einer Systemleistung von 218 PS bekommt eine deutlich größere elektrische Reichweite. Sie liegt nun bei bis zu ca. 55 km im neuen WLTP-Zyklus; das entspricht ca. 70 km nach NEFZ. Damit erfüllt der Ansteck-Hybrid auch die Vorgaben für die staatliche Kaufprämie von Plug-in-Hybriden (Mindest-E-Reichweite: 50 km). Zudem erreicht der überarbeitete Passat GTE bereits die Grenzwerte der erst ab 2021 für Neuwagen geltenden Abgasnorm Euro 6d (ohne den Zusatz „Temp“).

vw_Passat_2019-960-fl2.jpg © Volkswagen AG Passat Limousine Elegance

Neue Struktur der Ausstattungen

Volkswagen bringt sein Mittelklassemodell im Rahmen des Facelifts mit einer neuen Ausstattungsstruktur auf die Straße. Die Grundausstattung erhält die Bezeichnung „Passat“. Darüber angesiedelt ist als mittlere Ausstattung die Version „Business“. Die Topausstattung trägt fortan die Bezeichnung „Elegance“. „Business“ und „Elegance“ können zudem mit einem sportlich angehauchten „R-Line“-Paket bestellt werden. Parallel zu diesen Versionen wird es auch den „neuen“ Passat wieder als eigenständigen „Alltrack“ (Allrad-Allrounder mit Offroad-Fähigkeiten) und wie skizziert als „GTE“ geben.

vw_Passat_2019-960-fl5.jpg © Volkswagen AG Das digitale Kombiinstrument bietet nun drei verschiedenen Display-Konfigurationen. 

Verfügbarkeit

Nach seiner Weltpremiere in März in Genf, steht ein großes Jubiläum an. Laut VW wird der Passat im Sommer die Produktionsschallmauer von 30 Millionen Exemplaren durchbrechen. Damit ist er nach dem Golf (35 Millionen Fahrzeuge) – und noch vor dem Käfer (21,5 Millionen Einheiten) – einer der drei meistverkauften Volkswagen aller Zeiten. Im Juli 2019 wird in Österreich der Vorverkauf starten. Dann werden auch die Preise verraten. Die Markteinführung findet voraussichtlich im Oktober statt.

Noch mehr Infos über Volkswagen finden Sie in unserem Marken-Channel.

>>>Nachlesen:  VW Golf VIII ungetarnt auf Testfahrt erwischt

>>>Nachlesen:  VW Passat GTE Variant im Test

Diashow VW Passat GTE Variant im Test

Passat GTE Variant

Optisch kennt man dem GTE seinen innovativen Antriebsstrang erst auf den zweiten Blick an. Neben...

Passat GTE Variant

...den Schriftzügen weisen dezente blaue Elemente auf den Plug-in-Hybridantrieb hin.

Passat GTE Variant

Auf die bekannten Passat Variant Qualitäten hat der aufwendige Antriebsstrang fast keine Auswirkungen. Das...

Passat GTE Variant

...Auto ist nur etwas schwerer und verfügt über einen etwas kleineren Kofferraum.

Passat GTE Variant

Obwohl die Batterie unter dem Laderaum untergebracht ist, bleibt hier noch ausreichend Platz, um das Ladekabel zu verstauen.

Passat GTE Variant

Der Ladestecker versteckt sich übrigens im Grill, direkt neben dem großen VW-Logo.

Passat GTE Variant

Auch der geschrumpfte Kofferraum ist mit 483 bis 1.613 Litern für den Alltag gut gerüstet. Bei der Variabilität müssen keinerlei Abstriche in Kauf genommen werden.

Passat GTE Variant

Im Cockpit sieht zunächst auch alles wie in jedem (gut ausgestatteten) Passat aus.

Passat GTE Variant

Die Verarbeitung ist hervorragend und die Bedienung gibt keinerlei Rätsel auf. Der...

Passat GTE Variant

...Touchscreen des großen Navigationssystem reagiert erfreulich schnell und präzise.

Passat GTE Variant

Das digitale Kombiinstrument ist im GTE Serie und lässt sich vom Fahrer konfigurieren. So zeigt...

Passat GTE Variant

...es etwa den aktuellen Energiefluss an. Weiters kann man...

Passat GTE Variant

...sich die Navigationskarte einblenden lassen. Der...

Passat GTE Variant

...gut funktionierende Müdigkeits-Assistent meldet sich selbstständig zu Wort. Und zwar immer dann, wenn für den Fahrer seiner Meinung nach eine Pause fällig wäre.

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