Großes Facelift für den VW Bulli
Großes Facelift für den VW Bulli
Großes Facelift für den VW Bulli
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Großes Facelift für den VW Bulli
Großes Facelift für den VW Bulli
Großes Facelift für den VW Bulli
Großes Facelift für den VW Bulli

Kultbus jetzt voll digitalisiert

Großes Facelift für den VW Bulli

Bestseller als "T6.1" mit Digi-Cockpit, Sprachassistent, mehr Ausstattung und neuen Motoren.

Kurz nachdem Mercedes das  Facelift der V-Klasse  vorgestellt hat, legt Volkswagen nach. Der aktuelle „Bulli“ (T6) bekommt eine umfangreiche Auffrischung. Diese bringt eine leicht geänderte Optik, neue Motoren und eine völlig neue Technologie. Der Hersteller bezeichnet die Facelift-Version als „T6.1“. Die Neuerungen kommen Transporter, Caravelle, Multivan und California zugute. Bis auf die Transporter-Version sind in Zukunft alle Varianten stets online – eine fix verbaute SIM-Karte macht´s möglich. Darüber hinaus ist der „neue“ Bulli neben dem ebenfalls umfangreich überarbeiteten Passat erst das zweite VW-Modell, das über den neuen Infotainment-Baukasten "MIB3" verfügt.

© Volkswagen AG

Design

Die optischen Änderungen sind schnell abgehandelt und beziehen sich vor allem auf die Front. Hier gibt es nun wie bei Passat und Touareg einen großen Grill, der je nach Ausstattungsvariante üppig mit Chromschmuck verziert ist. Die Querspange aus den kompakter bauenden Scheinwerfern und dem oberen Teil des Kühlergrills wurde schmaler als beim Vorgänger. Die LED-Streifen für das Tagfahrlicht reichen jetzt bis in die Scheinwerfer hinein. Am Heck gibt es neue LED-Rückleuchten. Ebenfalls neu abgemischt wurde das Spektrum der Farben und Felgen. Auf Wunsch ist der Bulli auch wieder in coolen Zweifarblackierungen zu haben (siehe Fotoauto).

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Innenraum mit digitalem Cockpit

Im Innenraum hat sich deutlich mehr getan. Hier gibt es nun ein modernisiertes Cockpit mit neuer Instrumententafel. Absolutes Highlight ist das 10,25 Zoll große „Digital Cockpit“, das im Multivan Highline serienmäßig an Bord ist. Aber auch die klassischen analogen Instrumente mit der mittig angeordneten Multifunktionsanzeige wurden neu designt. Die virtuellen Instrumente bestechen mit einer klaren Grafik. Der Fahrer kann zwischen verschiedenen Ansichten wählen. Das geschieht über die Taste „View“ im nun unten abgeflachtem Multifunktionslenkrad. In der ersten Konfiguration werden Drehzahlmesser und Tacho in Rundinstrumenten angezeigt. In der Mitte des Screens wird eine individuell wählbare Ebene eingeblendet – etwa das Telefonbuch des Smartphones. In Verbindung mit dem Top-Infotainmentsystem kann zudem die Navigationskarte in der Mitte zwischen beiden Ziffernblättern geöffnet werden. Bei der zweiten Konfiguration steht eine digitale Ansicht ohne Ziffernblätter mit verschiedenen Infofeldern zur Verfügung. Mittig ist auch hier eine frei belegbare Anzeige integriert.

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Großer Touchscreen und immer online

Ein weiteres Highlight im T6.1 sind die neuen Navigationssysteme des MIB3: das „Discover Media“ (8,0 Zoll) und das „Discover Pro“ (9,2 Zoll). Der grafische Aufbau dieser Touchscreen-Systeme wurde neugestaltet; über einen personalisierbaren Homescreen lassen sich die Funktionen ähnlich konfigurieren, wie die Apps auf einem Smartphone. Abgerundet wird das Infotainment-Programm durch die aus dem aktuellen T6 bekannten MIB2-Systeme „Composition Audio“ und das „Composition Colour“ (6,5-Zoll-Touchscreen). In Kombination mit der integrierten SIM-Karte (eSIM) ist der Bulli künftig immer online. Sie ist bei den 8- und 9,2-Zoll-Infotainmentsystemen stets mit dabei. Hier gibt es zudem eine verbesserte Spracheingabe, die auch natürliche Befehle verstehen soll. Wie beim MBUX-System von Mercedes oder bei BMWs neuem persönlichen  Assistenten wird sie auch hier mit einem Weckruf aktiviert: In diesem Fall „Hey Bulli“. Eine umfangreiche Smartphone-Integration ist natürlich ebenfalls mit an Bord. Apple CarPlay lässt sich erstmals in einem VW sogar kabellos koppeln. Über die Schnittstelle „App Connect“ lassen sich beliebte Anwendungen wie „Google Maps“, „Mediathek“ oder „Spotify“ direkt via Display des Infotainmentsystems nutzen.

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Ausstattung

Mutlivan 6.1

Erweitert hat Volkswagen Nutzfahrzeuge die Serienausstattung. Der Multivan 6.1 Trendline hat zum Beispiel gegenüber dem Vorgänger die neue Schalttafel, das Audiosystem „Composition Colour“ mit 6,5-Zoll-Touchscreen, eine elektrische Betätigung der Kindersicherung für die Türen und ein neues Leder-Multifunktionslenkrad an Bord. Beim Comfortline kommen unter anderem die Multifunktionsanzeige „Premium“, Dekore in der Schalttafel und den Seitenverkleidungen, das „Licht & Sicht“-Paket sowie zusätzliche USB-Schnittstellen im Fahrgastraum hinzu. Die Serienausstattung des Highline wurde darüber hinaus zusätzlich um neue LED-Scheinwerfer, die ebenfalls neuen LED-Rückleuchten, den „Park Assist“ (inklusive „Parkpilot“ vorn und hinten und Rangierbremsfunktion), das 8-Zoll-Navigationssystem „Discover Media“ und das „Digital Cockpit“ ergänzt. Die neue Serienausstattung des Caravelle und California wird erst später bekanntgegeben.

Transporter 6.1

Die Serienausstattung des Transporters 6.1 fällt ebenfalls umfangreicher aus. Bei der Nutzfahrzeug-Variante sind nun immer elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, neue H7-Scheinwerfer, Innenleuchten in LED-Technik und ein Radiosystem mit Bluetooth-Freisprecheinrichtung an Bord.

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Assistenzsysteme

Bei den Assistenzsystemen ist der „neue“ Bulli jetzt ebenfalls bestens aufgestellt. Hier kommt ihm vor allem der Umstieg von der hydraulischen Servolenkung auf eine elektromechanische zugute. Letztere ist nämlich aktiv ansteuerbar und Grundvoraussetzung für moderne Helferlein. So gibt es nun u.a. einen serienmäßigen Seitenwindassistent, der den VW Bus automatisch stabilisiert. Gegen Aufpreis gibt es auch das Spurhaltesystem „Lane Assist“, das via Kamera markierte Fahrbahnbegrenzungen erkennt und den T6.1 automatisch in seiner Spur hält, sowie den neuen „Park Assist“, der das Ein- und Ausparken vereinfacht. Das Rangieren mit einem Anhänger wird über den aus anderen Konzernmodellen bekannten „Trailer Assist“ erleichtert.

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Antrieb

Neu konfiguriert wurde auch das Antriebsprogramm. Der frontgetriebene T6.1 wird zur Markteinführung mit 2,0-Liter-Turbodieselmotoren (2.0 TDI) angeboten, welche alle die Abgasnorm Euro-6d-TEMP-EVAP erfüllen. Die neue Grundmotorisierung mit 90 PS und wurde etwas stärker (84 PS). In der Leistungsstufe darüber entwickelt der 2.0 TDI nun 110 PS; er löst die bisherigen Motoren mit 102 PS und 114 PS ab. Übernommen werden vom Vorgänger der 2.0 TDI mit 150 PS sowie ein 2.0 TDI Biturbo mit 199 PS. Der 150-PS-TDI kann als Sonderausstattung mit einem Doppelkupplungsgetriebe (DSG) sowie dem Allradantrieb 4Motion (Schalter oder DSG) bestellt werden. Die 199-PS-Topversion wird serienmäßig mit DSG ausgeliefert, Allrad ist auch hier optional.

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Noch Praktischer

Da der Bulli auch ein sehr beliebtes Nutzfahrzeug für Gewerbetreibende ist, hat VW auch Neuerungen entwickelt, die den Arbeitsalltag erleichtern sollen. Dazu gehören eine 230-Volt-Steckdose am Fahrersitz und ein abschließbares Fach in der Doppelsitzbank auf der Beifahrerseite. Neu konzipiert wurde zudem eine Lademöglichkeit für besonders langes Transportgut; es kann nun bis unter die Beifahrerdoppelsitzbank geschoben werden (Unterladefunktion). Dadurch steigt die maximale Laderaumlänge von 2.450 mm auf 2.800 mm respektive von 2.900 mm auf 3.300 mm (verlängerter Radstand). Serienmäßig ist der Transporter darüber hinaus mit einer separaten Laderaumschließung ausgestattet (für Fahrzeuge mit Trennwand). Dabei kann der Laderaum getrennt vom Fahrerhaus abgeschlossen werden.

>>>Nachlesen:  VW bringt den T6 Multivan Austria

Fazit

Mit der jüngsten, äußerst umfangreichen Überarbeitung bringt VW seinen kultigen Bestseller technisch auf den neuesten Stand. Das ist insofern bemerkenswert, da es sich beim T6 ja eigentlich nur um ein großes Facelift des T5 gehandelt hat. Die ursprüngliche Plattform hat also bereits viele Jahre auf dem Buckel. Da das bewährte Design bei den Kunden aber nach wie vor bestens ankommt und der Bulli nun auch bei der (digitalen) Technik in der Neuzeit angekommen ist, kann sich VW mit dem Start des völlig neu entwickelten T7 noch etwas Zeit lassen. Denn dank des guten Images und der großen Angebotsvielfalt wird sich auch der T6.1 hervorragend verkaufen. Die Preise des Bulli sind zwar ziemlich selbstbewusst, doch dafür stimmt auch der Werterhalt.

Noch mehr Infos über Volkswagen finden Sie in unserem Marken-Channel.

Verfügbarkeit

Fans müssen sich aber noch etwas gedulden. Auf den Markt kommen wird der neue T6.1 in den ersten Ländern nämlich erst im Herbst 2019. Der Bestellstart dürfte im Sommer erfolgen. Dann werden auch die Preise verraten.

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